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Zweiter Rauswurf: Yahoo-Chefin auch aus Aufsichtsrat entfernt

Carol Bartz hat ihren Sitz im Yahoo-Aufsichtsrat aufgegeben. Die entlassene Konzernchefin hatte erklärt, in dem Gremium bleiben zu wollen. Eine höhere Abfindung über 14 Millionen US-Dollar könnte den Sinneswandel bewirkt haben.
/ Achim Sawall
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Carol Bartz im Jahr 2010 (Bild: Robert Galbraith/Reuters)
Carol Bartz im Jahr 2010 Bild: Robert Galbraith/Reuters

Die ehemalige Yahoo-Chefin Carol Bartz hat auch ihren Sitz im Aufsichtsrat des Internetkonzerns verloren. Unternehmenssprecher Charles Sipkins sagte: "Am 9. September 2011 trat Carol Bartz mit sofortiger Wirkung aus dem Aufsichtsrat Yahoos zurück." Bartz hatte auch angeboten, ihren Aufsichtsratssitz bei dem Netzwerkausrüster Cisco Systems aufzugeben, was Cisco jedoch ablehnte, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) .

Yahoo-Aufsichtsratschef Roy Bostock hatte Carol Bartz am 6. September 2011 entlassen. Im Aufsichtsrat herrschte Unmut über die schlechte Performance des Unternehmens. Bartz hatte nach der Entlassung in einem Interview mit dem Magazin Fortune erklärt, dass sie ihren Sitz im Yahoo-Aufsichtsrat behalten wollte.

In demselben Interview nannte Bartz die anderen Mitglieder des Yahoo-Aufsichtsrats "Idioten" , die sie "verarscht" hätten. Ihr Vertrag mit Yahoo enthält eine Klausel gegen Verunglimpfung. Der Wall-Street-Journal-Journalist Amir Efrati twitterte(öffnet im neuen Fenster) , dass Bartz trotz der Äußerungen eine Abfindung in Höhe von 14 Millionen US-Dollar erhalte. Ursprünglich sollte die Managerin eine Abfindung von rund 10 Millionen US-Dollar erhalten .

Der Aufsichtsrat hat immer noch keinen Headhunter für die Suche nach Kandidaten für die Position des Vorstandschefs engagiert. Die Investmentbanken Allen & Company und UBS Investment prüfen im Auftrag der Eigner einen Verkauf von Teilen der Firma oder des gesamten Unternehmens. Yahoo hat einen Börsenwert von 18 Milliarden US-Dollar. Yahoos Onlineanzeigenumsatz lag 2010 bei 4,6 Milliarden US-Dollar.

UBS Investment soll einen Verkauf von den Anteilen Yahoos an Yahoo Japan vorbereiten und hat Yahoo bereits in der Auseinandersetzung mit dem chinesischen Internetkonzern Alibaba und dessen Onlinepaymentsystem Alipay vertreten. Auch ein Zusammengehen von Yahoo mit Investmentkonzernen für eine Restrukturierung soll möglich sein.


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