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Protest: Mehrere Tausend bei Demo "Freiheit statt Angst"

Unter dem Motto "Freiheit statt Angst" haben in Berlin am Samstag tausende demonstriert. Die Aktion gegen staatliche Überwachung fand bereits zum fünften Mal statt. Beim Abschlussfest bis 18:30 Uhr sollte Nina Hagen auftreten.
/ Achim Sawall
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Nina Hagen (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Nina Hagen Bild: Sean Gallup/Getty Images

Auf einer Datenschutz-Demonstration in Berlin sind am Samstagnachmittag "mehrere tausend Teilnehmer" gewesen. Das sagte eine Sprecherin des Bündnisses(öffnet im neuen Fenster) " Freiheit statt Angst(öffnet im neuen Fenster) " (FsA) Golem.de auf Anfrage. Genauere Angaben zu der Zahl der Teilnehmer würden später gemacht. Die Demonstranten liefen vom Pariser Platz in Richtung Alexanderplatz. Dort sollte es bis 18:30 Uhr ein Fest mit Musik, Aktionen und Redebeiträgen geben, mit einem Auftritt von Nina Hagen.

Die Demonstration fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Aufgerufen hatte ein Bündnis von Bürger- und Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, Parteien, Künstlern und Netzaktivisten. Parallel fanden Aktionen in Wien, Dresden und Brüssel statt.

"Unter einer neu eingeführten Vorratsdatenspeicherung würden alle Bürger in vielerlei Hinsicht leiden. Sie würde in unverhältnismäßiger Art und Weise in die persönliche Privatsphäre eingreifen und damit alle Menschen unter Generalverdacht stellen" , sagte Rena Tangens vom Demobündnis.

Zu den Rednern gehörte auch der Jenaer Jugendpfarrer Lothar König, der über seine eigenen aktuellen Erfahrungen mit staatlicher Überwachung im Zusammenhang mit dem Handygate-Skandal sprach.

Jeder zweite Internetnutzer (52 Prozent) macht sich Sorgen um die Freiheit im Internet. 40 Prozent teilen diese Ansicht kaum oder gar nicht, 8 Prozent sind unentschieden. Über 60 Prozent sind gegen mehr Onlineüberwachung und Vorratsdatenspeicherung. Das geht aus einer Erhebung des IT-Branchenverbandes Bitkom hervor.

Nachtrag vom 10. September 2011, 17:03 Uhr

Bei der Abschlusskundgebung sprachen die Veranstalter von über 5.000 Teilnehmern. Seit der erfolgreichen Klage des Bündnisses vor dem Bundesverfassungsgericht gibt es in Deutschland keine Vorratsdatenspeicherung mehr, resümierten die Bürgerrechtler. Auch die geplanten Internetsperren seien durch breite Proteste verhindert worden – zwei große Erfolge für die Bürgerrechtsbewegung.


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