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Ubuntu: Entwickler und Nutzer diskutieren Veröffentlichungszyklus

Ausgelöst durch einen Blogeintrag des Ubuntu-Mitarbeiters Scott James Remnant diskutieren Ubuntu-Entwickler und -Nutzer über den gegenwärtigen Veröffentlichungszyklus von Ubuntu.
/ Jörg Thoma
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Entwickler und Nutzer diskutieren über den Veröffentlichungszyklus von Ubuntu. (Bild: Canonical)
Entwickler und Nutzer diskutieren über den Veröffentlichungszyklus von Ubuntu. Bild: Canonical

Ubuntu-Mitarbeiter Scott James Remnant(öffnet im neuen Fenster) hat den gegenwärtigen Entwicklungszyklus als ineffizient bezeichnet. Neue Funktionen kämen erst viel zu spät beim Anwender an. Sein Vorschlag hat eine hitzige Diskussion unter Entwicklern und Nutzern ausgelöst.

Für Remnant ist die gegenwärtige Entwicklung von Ubuntu ineffizient. Nur etwa die Hälfte der sechs Monate zwischen den Veröffentlichungen bleibe Zeit, um neue Funktionen umzusetzen. Denn neue Funktionen werden zunächst auf der Entwicklerkonferenz beschlossen, die nach dem Erscheinen einer neuen Ubuntu-Version stattfinde. Bis zur nächsten Beta, bei der die Funktionen feststehen müssten, bleibe meist nur ein Zeitraum von drei Monaten.

Monatliche Veröffentlichungen

Außerdem verzögerten sich Neuerungen, deren Entwicklung länger als ein Entwicklungszyklus dauert, durch die Pausen während der Veröffentlichungen. Ein Projekt, für das ein Entwickler normalerweise 12 Monate brauchen würde, dauere beim gegenwärtigen Entwicklungszyklus 24 Monate, wenn der Entwickler allein arbeitet.

Remnant schlägt vor, mit monatlichen Veröffentlichungen neue Funktionen schneller an den Anwender weiterzugeben. Pakete sollten zunächst einen Alpha- und Betazyklus durchlaufen, bevor sie als Release beim Nutzer ankommen. Mit den PPA-Repositories gebe es bereits eine entsprechende Infrastruktur.

In der Diskussion sind sich die Beteiligten offenbar bislang nur in einem einig: Der gegenwärtige sechsmonatige Veröffentlichungszyklus ist unzureichend.

Kritik erntete Remnant für seinen Vorschlag, Ubuntu monatlich zu veröffentlichen. Zum einen wird bemängelt, dass der Aufwand bei monatlichen Veröffentlichungen enorm sei. Zusätzlich könnten Anwender durch die häufigen Updates genervt sein. Auch die Sorge um Enterprise-Kunden ist groß, die ein funktionierendes System erwarten. Denn zahlreiche Updates könnten leichter zu einem instabilen System führen.

Einige der Diskussionsteilnehmer schlugen vor, neue Ubuntu-Versionen jährlich erscheinen zu lassen. Eine LTS-Version soll alle drei Jahre erscheinen, hieß es.


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