Relizenzierung: VLC will auf LGPL umschwenken
Die Entwickler des Videolan-Projekts, das Multimedia-Framework VLC veröffentlicht, wollen auf die LGPL umsteigen. Bisher wird der VLC-Code unter der GPLv2 bereitgestellt. Mit der Relizenzierung unter der LGPL 2.1 könnte VLC oder Teile davon auch in proprietären Anwendungen genutzt werden.
Um die Lizenz zu ändern, müssen sämtliche Entwickler, die jemals Code zu dem Projekt beigetragen haben, ihre Zustimmung geben. Bislang haben die 40 gegenwärtigen Kernentwickler und 80 Prozent der beitragenden Programmierer für den Wechsel der Lizenz votiert, so das VLC-Team(öffnet im neuen Fenster) . Gegenstimmen gab es bisher keine. Einige Entwickler seien aber schwer zu erreichen, schreibt das VLC-Team. Wer sich noch nicht zu der Umstellung geäußert hat, sollte sich an das Projekt wenden.
Sollte das Team nicht alle Entwickler erreichen, werde die Lizenz nicht geändert.
Zunächst soll nur die Kernbibliothek Libvlc unter der Lizenz erscheinen. Später sollen sämtliche weitere Komponenten folgen. Der Umstieg soll mit der Veröffentlichung von VLC 1.2 stattfinden. Ein Termin dafür steht aber noch nicht fest.
Möglicherweise hängt der Wunsch nach dem Lizenzwechsel damit zusammen, dass VLC Anfang des Jahres aus Apples App Store entfernt wurde – damals ohne Begründung. Während die GPL jedem Nutzer das Recht einräumt, eine Software zu verändern und weiterzuverteilen, unterbinden dies Apples Regeln für den App Store und hebeln damit die GPL aus.
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