Paraswift: Der Roboter springt mit dem Fallschirm ab
"Technologie mit Unterhaltungsfaktor" beschrieben die Entwickler der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich und von Disney Research ihren Roboter. Der kann eine Wand hinaufklettern und anschließend mit einem Fallschirm abspringen.
Minitornado im Roboter
Paraswift(öffnet im neuen Fenster) rollt auf drei Rädern die Wand hoch. Dafür, dass er nicht herunterfällt, sorgt ein Mantelpropeller, der einen Wirbel erzeugt. Das sei "wie ein Minitornado im Roboter" , erklärte Lukas Geissmann von der ETH dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist(öffnet im neuen Fenster) . Wie im Zentrum eines Tornados entsteht auch im Zentrum des Wirbels ein Unterdruck, der den Roboter an der Wand festhält.
Ist der Paraswift weit genug die Wand hinaufgeklettert, entfaltet ein Arm aus kohlefaserverstärktem Kunststoff den Gleitschirm. Ausgelöst wird der Befehl über eine Fernsteuerung. In dem Moment, wo der Gleitschirm entfaltet ist, schaltet sich der Mantelpropeller ab und der Roboter fällt von der Wand. In Zukunft will das Team diesen Schritt automatisieren, so dass sich der Schirm von allein öffnet, wenn der Roboter unabsichtlich fallen sollte.
Luftbilder
Ursprünglich für Unterhaltungszwecke entwickelt, könne der Roboter auch dafür eingesetzt werden, Videos aus der Luft zu machen, sagte Paul Beardsley von Disney Research. Diese könnten beispielsweise für die Erstellung von 3D-Modellen oder für Google Street View verwendet werden.
Die Entwickler haben den Fallschirmroboter auf der Conference on Climbing and Walking Robots and the Support Technologies for Mobile Machines(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt, die derzeit in Paris stattfindet.