Abo
  • Services:
Anzeige
Carol Bartz
Carol Bartz (Bild: Robert Galbraith/Reuters)

Ex-Yahoo-Chefin

"These people fucked me over"

Carol Bartz
Carol Bartz (Bild: Robert Galbraith/Reuters)

Carol Bartz nennt die Mitglieder des Yahoo-Aufsichtsrats in ihrem ersten Interview "Idioten", die sie verarscht hätten. Der Chef des Kontrollgremiums hätte zudem "nicht die Eier" gehabt, ihr die Kündigung mit eigenen Worten mitzuteilen.

Die ehemalige Yahoo-Chefin Carol Bartz hat sich in deutlichen Worten zu ihrem Rauswurf geäußert. In einem Interview mit dem CNN-Magazin Fortune sagte sie: "These people fucked me over", was ungefähr soviel bedeutet wie "Diese Leute haben mich verarscht". Yahoo-Aufsichtsratschef Roy Bostock hatte Carol Bartz am 6. September 2011 entlassen. Im Aufsichtsrat herrschte Unmut über die schlechte Performance des Unternehmens.

Anzeige

Kritiker warfen Bartz seit langem vor, dass sie außer Stellenabbau und der Suchmaschinenpartnerschaft mit Microsoft kein Konzept zur Überwindung des Umsatzrückgangs bei dem Internetunternehmen hatte, während Google und Facebook stark vom wachsenden Geschäft mit Onlinewerbung profitierten.

Bostock habe Bartz am Telefon ihre Kündigung als schriftliche Erklärung eines Rechtsanwalts vorgelesen. "Ich sagte: 'Roy, das ist doch aus einem Brief. Warum hast du nicht die Eier, mir das mit eigenen Worten zu sagen? Ich hätte gedacht, dass du mehr Klasse hast."

Ausbruch könnte Bartz die Abfindung kosten

Der Yahoo-Aufsichtsrat und die damalige Konzernführung hatten im Februar 2008 ein Übernahmeangebot Microsofts abgelehnt. Der Softwarekonzern wollte Yahoo damals für 44,6 Milliarden US-Dollar kaufen. "Nun versuchen sie so zu tun, als ob sie nicht die Idioten sind, die sie sind", sagte Bartz über die verpasste Chance.

Der Aufsichtsrat hätte ein Umsatzwachstum sehen wollen, obwohl Bartz ihnen gesagt habe, dass es vor 2012 in dem Bereich keinen Zuwachs geben könne, sagte sie Fortune.

In der Suchpartnerschaft zwischen Microsoft und Yahoo, die die Unternehmen am 29. Juli 2009 bekanntgegeben hatten, legten die Firmen ihre Suchmaschinen zusammen. Microsoft übernahm die Suchtechnik, Yahoo die Vermarktung. Bartz erklärte, dass Yahoo damit langfristig Kosten spare und Wachstumschancen entwickle, doch das habe der Aufsichtsrat nicht sehen wollen.

Bartz könnte das Interview ihre Abfindung in Höhe von zehn Millionen US-Dollar kosten. Laut Fortune hat sie in ihrem Vertrag eine Klausel gegen Verunglimpfung.


eye home zur Startseite
dreamtide11 13. Sep 2011

Sie wird wohl professionell sein... Meine Vermutung: Sie hat die Abfindung ob ihres...

kevla 09. Sep 2011

wenn du aber davon schon ein paar auf dem konto hast, gehts dir vielleicht garnicht mehr...

Trolltreter 09. Sep 2011

Also ich find das voll cool und so, dass ein entlassener Chef mal nicht, wie sonst...

megaseppl 09. Sep 2011

Das wirkt eher zickig-hysterisch als "stark".

msdong71 09. Sep 2011

Na rate doch mal woher das W in BWL kommt. genau, der Wirtschaft, gut deutsch Kneipe



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft mbH, Berlin, Potsdam
  2. über Ratbacher GmbH, Hannover
  3. B. Braun Melsungen AG, Melsungen, Tuttlingen
  4. TUI Deutschland GmbH, Hannover


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. BQ Aquaris X5 für 122,00€)
  2. 81,90€ + 3,99€ Versand (Vergleichspreis CPU ca. 60€ und Kühler 43€)
  3. 59,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Netzneutralität

    FCC-Chef preist Vorteile von Zero Rating für Nutzer

  2. iOS

    SAP bringt Cloud-SDK für mobile Apple-Geräte

  3. MongoDB

    Sprechender Teddy teilte alle Daten mit dem Internet

  4. Flir One und One Pro im Hands on

    Die heißesten Bilder auf dem MWC

  5. Arktika 1 Angespielt

    Mit postapokalyptischen Grüßen von Stalker und Metro

  6. Surge 1

    Xiaomis erstes Smartphone-SoC ist ein Mittelklasse-Chip

  7. TC-7680

    Kabelmodem für Gigabit-Datenraten vorgestellt

  8. Störerhaftung

    Regierung will Netzsperren statt Abmahnkosten

  9. Voice ID

    Alexa soll Nutzer an der Stimme erkennen können

  10. Chrome

    Bluecoat bremst Einführung von besserem TLS-Protokoll



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Asus Tinker Board im Test: Buntes Lotterielos rechnet schnell
Asus Tinker Board im Test
Buntes Lotterielos rechnet schnell
  1. Tinker-Board Asus bringt Raspberry-Pi-Klon
  2. Sopine A64 Weiterer Bastelrechner im Speicherriegel-Format erscheint

Trappist-1: Der Zwerg und die sieben Planeten
Trappist-1
Der Zwerg und die sieben Planeten
  1. Weltraumteleskop Erosita soll Hinweise auf Dunkle Energie finden
  2. Astrophysik Ferne Galaxie schickt grelle Blitze zur Erde
  3. Astronomie Vera Rubin, die dunkle Materie und der Nobelpreis

Limux: Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
Limux
Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
  1. Limux München prüft Rückkehr zu Windows
  2. Limux-Projekt Windows könnte München mehr als sechs Millionen Euro kosten
  3. Limux Münchner Stadtrat ignoriert selbst beauftragte Studie

  1. Re: TC-7xxx ist als Name aber schon verbrannt

    Dragos | 17:49

  2. Re: Immer wieder MongoDB

    Arsenal | 17:44

  3. Re: Das wird der Telekom Angst machen

    hle.ogr | 17:43

  4. Re: Jaa wenn es um Geld geht....

    neocron | 17:42

  5. Re: 90 Tage sind auch genug Zeit

    1ras | 17:41


  1. 17:48

  2. 17:15

  3. 16:48

  4. 16:20

  5. 16:00

  6. 15:23

  7. 14:57

  8. 14:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel