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'Spiele sind Kunstwerke'

Die Auffassungen der vier Interviewpartner darüber, was ein Spiel an Schnitten vertragen kann, unterscheiden sich teils deutlich. Wie heikel das Thema ist, zeigt sich schon daran, dass nur einer der vier Befragten mit vollem Namen genannt werden wollte: Alexander Ahlden, 30 Jahre alt und von Beruf Lehrer. "Ich beschäftige mich so lange und so intensiv mit Spielen, dass ich auch ohne besondere Aufmerksamkeit mitbekomme, wenn Publisher wie Activision schummeln", erzählt Ahlden. "Wenn aber etwa EA wegen des fehlenden friendly fire im Mehrspielermodus von Dead Space 2 nicht auf einen 'Uncut'-Aufkleber verzichten möchte, gehe ich nicht gleich protestieren. Meistens nehme ich die Aufkleber gar nicht wahr".

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Ahldens Perspektive hat sich im Lauf der Zeit gewandelt: "Früher ging es mir - wie wahrscheinlich den meisten pubertären Jungs - natürlich um den Reiz des Verbotenen, um Grenzerfahrungen oder wie immer man das Phänomen Gorehound psychologisch erklären möchte. Gewalt als purer Selbstzweck, ohne ein funktionierendes Spielkonzept dahinter, hat mich allerdings nie gereizt. Ich vergleiche das gerne mit dem Film Braindead, der mir viel stärker wegen seines Humors als wegen der berühmten Rasenmäherszene in Erinnerung geblieben ist."

Mittlerweile vertritt der 30-Jährige den Standpunkt, "dass Spiele Kunstwerke sind. Das heißt nicht, dass sie wahnsinnig tiefgreifend oder anspruchsvoll sein müssen, aber sie sind kreative Erzeugnisse, die man genauso genießen dürfen muss, wie das vom Entwickler vorgesehen war".

Blutleere Widersacher

Eine ähnliche Auffassung vertritt der 18-jährige Dennis A., der eine Ausbildung zum Mechatroniker absolviert. "Ein Spiel sollte widerspiegeln, wie sich die Entwickler das Artdesign, das Gameplay und die Atmosphäre vorgestellt haben. Manchmal in einem besonders kreativen Stil, manchmal niedlich und manchmal eben in einem dreckigen, düsteren und brutalen Stil."

Schnitte zerstören diesen Gesamteindruck, urteilt Dennis: "Mal fehlt der Gore, mal scheinen die Widersacher blutleer, mal lösen sie sich nach dem Ableben auf. Es fehlen Umgebungstexturen, Effekte und Symbole. Das Spiel ist dann einfach nicht vollständig. Für mein Geld möchte ich aber alles haben, was reingehört. Man zahlt ja auch nicht für eine Butterbrezel, nur um dann eine ohne Butter zu bekommen."

Richtig ärgern kann sich Dennis über die USK-Freigaben geschnittener Versionen: "Warum bekommt ein F.E.A.R. 3 keine Einstufung ab 16 Jahren, wenn doch wirklich alles Brutale rausgekürzt wurde? Das steht im krassen Widerspruch zur Vorgehensweise bei Dead Space 2. Der Singleplayer-Modus enthält sehr viel Gore und Gewalt und ist dennoch unzensiert ab 18 Jahren freigegeben worden. Die USK-Einstufungen scheinen zum Teil einfach willkürlich, das macht die Sache fast noch lächerlicher als die Zensuren selbst."

Uncut-Stempel auf Spielecovern findet Dennis "traurig, weil in Deutschland Spiele sogar dafür beworben werden müssen, wenn sie einfach mal in der Originalversion erscheinen".

 Cut vs. Uncut: Die Damokles-Schere'Gewalt nutzt sich ab' 
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AdmiralAckbar 20. Sep 2011

http://de.wikipedia.org/wiki/Saw_III Hier steht das nur ein Bestimmte versionen indiziert...

spanther 13. Sep 2011

Weil "er" es so "für dich" bestimmt hat? Na ist doch ganz klar! ;D Games don't harm...

nero negro 13. Sep 2011

Ja, genau, wenn der Staat andere zwignt, sich selbst zu zensieren, dann zensiert der...

spanther 12. Sep 2011

Japs! :) ROFL? xD Aha ^^ Ist ja Mist X.x Kann ich mir vorstellen -.-'

Ekelpack 12. Sep 2011

schaue ich mit Steam an, ist der Hinweis auf eine "low violence"-, "cut"- oder sonstwas...


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