E-Call: EU-Kommission will automatisches Notrufsystem einführen

Die EU-Kommission hat eine Maßnahme zur Verbesserung der Straßensicherheit beschlossen: Ab 2015 sollen alle neuen Pkws und Kleinlaster mit einem automatischen Notrufsystem, dem sogenannten E-Call(öffnet im neuen Fenster) , ausgestattet werden. Dadurch sollen Rettungskräfte schneller am Unfallort sein.
Wird das Auto in einen schweren Unfall verwickelt – ein Anzeichen ist beispielsweise, dass sich der Airbag öffnet -, wird ein Alarm ausgelöst. Über GPS sowie über die Mobilfunkzelle wird das Unfallfahrzeug geortet und die Position an das nächstgelegene Rettungszentrum gemeldet.
Dem Mitarbeiter dort wird die entsprechende Stelle auf der Karte auf seinem Bildschirm markiert. Gleichzeitig wird automatisch eine Verbindung zu dem Mobiltelefon des Fahrers aufgebaut. Antwortet der Fahrer nicht, schickt der Mitarbeiter einen Rettungswagen.
Mit einem solchen automatischen Notrufsystem könne die Zeit, bis Helfer an einem Unfallort eintreffen, deutlich verkürzt werden, erklärt die EU-Kommission: in Städten um etwa 40 Prozent, auf dem Land um die Hälfte.
Für E-Call müssen nicht nur die Autos mit der nötigen Technik ausgestattet werden. Auch die Mobilfunkinfrastruktur muss nachgerüstet werden. Die EU-Mitgliedstaaten sowie einige Nachbarländer haben entsprechende Empfehlungen an die Netzbetreiber beschlossen. 2015 soll nach dem Willen der Kommission der E-Call in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie in Kroatien, Island, Norwegen und der Schweiz zur Verfügung stehen.
Ford etwa plant die Einführung eines automatischen Notrufsystems für den Ford Focus im kommenden Jahr.