Boot und Hibernate: Windows 8 soll bis zu 70 Prozent schneller starten
Die Zeitspanne zwischen dem Druck auf den Power-Knopf und dem Zeitpunkt, zu dem ein frisch gestartetes System zur Verfügung steht, soll bei Windows 8 deutlich kürzer sein als noch bei Windows 7, das schon spürbar schneller startet als Windows Vista. Microsoft setzt dabei auf eine Kombination aus normalem Boot-Vorgang und Hibernation.

Wird Windows 8 heruntergefahren, beendet es wie Windows 7 alle User Sessions und Programme. Im Unterschied zu Windows 7 wird aber die System-Session alias Session 0 nicht beendet, sondern per Hibernate auf der Platte gesichert. Im Vergleich zu einem normalen Wechsel in den Hibernate-Zustand fallen deutlich weniger Daten an, da die User Session und der verwendete Speicher nicht mehr auf die Platte geschrieben werden müssen.
Die so deutlich kleinere Hibernate-Datei wird dann beim Starten wieder eingelesen, was deutlich schneller geht als die Wiederherstellung einer kompletten Session. Microsoft verspricht eine Verkürzung der Startzeit von 30 bis 70 Prozent im Vergleich zum normalen Booten.
Das eigentliche Einlesen der Hibernate-Datei wurde ebenfalls beschleunigt, da nun alle im System vorhandenen CPU-Kerne dabei parallel arbeiten. Das gilt im Übrigen auch für das Aufwachen aus dem normalen Hibernate-Zustand.
Ein komplettes Plug-and-Play findet bei diesem beschleunigten Startvorgang nicht statt, alle Treiber werden aber neu initialisiert. Vor allem auf Systemen mit einer SSD sei der neue Startvorgang extrem schnell, verspricht Microsoft. Zudem lässt sich der Startvorgang weiter beschleunigen, wenn eine optimierte UEFI-Implementierung statt eines BIOS zum Einsatz kommt.
Wer sein System aber komplett von vorn booten möchte, kann dies auch in Windows 8 tun. Dazu muss shutdown.exe mit dem Schalter "/full" gestartet werden. Details finden sich in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) .
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