Goldregen: Edelmetalle könnten außerirdisch sein
Gold und andere Edelmetalle in der Erdkruste sind vermutlich außerirdischen Ursprungs. Zu dem Gedanken kamen drei britische Geochemiker. Ein Meteoritenschwarm, der auch für die Krater auf dem Mond verantwortlich ist, soll die Edelmetalle vor knapp vier Milliarden Jahren auf die Erde gebracht haben.
Mehr Wolfram-Isotope
Die Wissenschaftler um Matthias Willbold von der Universität in Bristol hatten Gesteinsproben auf der grönlandischen Insel Isua untersucht, die aus der Zeit der Meteoriteneinschläge vor etwa 3,8 Milliarden Jahren stammen. Die Proben wiesen einen deutlich höheren Anteil an Wolfram-Isotopen auf als Proben aus Gesteinsschichten, die erst später entstanden.
Diese Daten unterstützen die Theorie, dass die Edelmetalle, die heute gefördert werden, nicht ursprünglich Bestandteil der Erde waren, sondern erst später hinzugekommen seien, schreiben die Forscher im Wissenschaftsmagazin Nature(öffnet im neuen Fenster) .
Zu viel Gold in der Erdkruste
Tatsächlich gibt es in der Erdkruste mehr Elemente mit einer hohen Dichte als dort vorhanden sein dürften. Diese Elemente müssten sich eigentlich im Erdkern befinden. Kurz nach der Entstehung des Planeten kam es zu einer gravitativen Differenzierung(öffnet im neuen Fenster) . Das war vor etwa 4,5 Milliarden Jahren, 100 Millionen Jahre nach dessen Entstehung. Dabei sanken Elemente mit hoher Dichte wie Gold oder Eisen in den flüssigen Erdkern. Elemente mit geringerer Dichte wie Sauerstoff, Silizium und Aluminium stiegen nach oben und bildeten den Erdmantel.
Die Tatsache, dass der Anteil an Edelmetallen im Erdmantel höher ist als er sein dürfte, hat zu der Hypothese geführt, dass sie von Meteoriten nach der gravitativen Differenzierung auf die Erde gebracht wurden. Ihre Ergebnisse aus Isua stützen die Hypothese, erklären die Forscher.
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