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Erklärt, wie ein Computer funktioniert: Horst Zuse
Erklärt, wie ein Computer funktioniert: Horst Zuse (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Programmieren mit der Stanze

Das Register, das das Ergebnis anzeigt, ist das Pendant zu einer Grafikkarte. Der Grafikkartenvorläufer ist zuständig für die Rückübersetzung des binären in ein dezimales Ergebnis. Langwieriger wird es, wenn die Ausgabe der binären als dezimale Zahl auf der Konsole erfolgen soll. Bevor auf der Konsole die entsprechenden Ziffern aufleuchteten, rattere die Maschine 30 bis 40 Sekunden, erzählt Zuse.

Wissenschaftliche Berechnungen

Gedacht war die Maschine für wissenschaftliche Anwendungen wie Formelberechnungen oder Determinantenrechnungen. Eine Rechnung mit Buchstaben war noch nicht vorgesehen. Technisch wäre der Speicher jedoch dazu in der Lage gewesen.

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Die Zahl der Kommandos, die die Rechenmaschine verstand, war beschränkt: Sie beherrschte nur die vier Grundrechenarten, konnte die Quadratwurzel ziehen, Zahlen in den Speicher laden oder von dort auslesen, eine neue Zahl von der Konsole anfordern oder das Ergebnis auf der Konsole ausgeben. Diese Befehle ließen sich über einen Lochstreifen an die Maschine übertragen. Die Zahlen wurden an der Konsole eingegeben, über den Lochstreifen wusste die Z3, was sie damit anfangen sollte. Mit einem entsprechend langen Lochstreifen hätte die Z3 tagelang rechnen können.

  • Horst Zuse, emeritierter Informatiker und Sohn des Computerpioniers Konrad Zuse (Foto: Werner Pluta)
  • Das Kernstück der Z3: das Rechenwerk... (Foto: Werner Pluta)
  • ... mit dem Taktgeber (links) (Foto: Werner Pluta)
  • Blick in einen der beiden Speicherschränke (Foto: Werner Pluta)
  • Ein Register des Rechenwerks (Foto: Werner Pluta)
  • Noch nicht ganz fertig: die Konsole zum Eingeben der Zahlen und zum Anzeigen der Ergebnisse (Foto: Werner Pluta)
Das Kernstück der Z3: das Rechenwerk... (Foto: Werner Pluta)

Eingabe über Lochstreifen

Der Streifen läuft über ein Zahnrad - vergleichbar mit einem analogen Film. In den Streifen sind Lochkombinationen eingestanzt, die angeben, welche Operationen die Maschine durchführen soll. Der Streifen wird mechanisch mit Stiften abgetastet, die gegen den Streifen drücken. Acht dieser Stifte stehen in einer Reihe nebeneinander. Hat der Streifen an einer Stelle ein Loch, steht der Stift dort weiter hinaus. Dadurch wird ein elektrischer Impuls ausgelöst und an die Maschine geschickt, die die Impulse interpretiert.

Programmieren sei allerdings "sehr umständlich" gewesen, erzählt Zuse: Stanzer, die wussten, welche Kombination für welche Operation stand, knipsten die Löcher in den Streifen. Einfacher wurde es bei der Nachfolgerin: Die Z4 wurde zwar immer noch mit Lochstreifen gefüttert, aber sie hatte schon eine Tastatur, mit der sich die Streifen einfacher beschreiben ließen.

 Teurer, größer, lauter, langsamerZur Sensation wurde die Z3 erst später 

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Fraggl 18. Dez 2015

Die Ostfalia Hochschule in Suderburg besitzt eine Zuse Z2 - die zumindest vor 4 Jahren...

Somian 26. Dez 2011

Hätte er das gerät lieber mit runden Ecken ausgestattet, das ließe sich wohl besser...

zilti 17. Sep 2011

Warum auch nicht? Vielleicht Interesse an den möglichen Szenarien?

Lokster2k 14. Sep 2011

Was mal wieder zeigt, dass die Interessen Einzelner nicht wichtiger als die Interessen...

adsfg 13. Sep 2011

sig +1



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