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Teurer, größer, lauter, langsamer

Das Rechenwerk besteht hauptsächlich aus den blauen Relais. Hinzu kommen einige Schieberegister und der Taktgeber. Der gibt an, wie oft eine Rechenmaschine schalten kann. Bei der Z3 liegt die Frequenz bei etwa 5 Hertz, also bei fünf Schaltvorgängen in einer Sekunde. Ein moderner Rechner schaltet in der gleichen Zeit drei Milliarden Mal. Die Schieberegister dienen als Kurzzeitspeicher für die Gleitkommarechnung sowie für die Umwandlung dezimaler Zahlen in binäre und umgekehrt.

Flüchtiger Speicher

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Die beiden Schränke links und rechts beherbergen den Hauptspeicher. Dort werden Zwischenergebnisse der Berechnungen gespeichert und später wieder für weitere Berechnungen ausgelesen. Allerdings: Der Speicher ist flüchtig. Wird dem Gerät der Strom abgedreht, verliert er den ganzen Speicherinhalt.

  • Horst Zuse, emeritierter Informatiker und Sohn des Computerpioniers Konrad Zuse (Foto: Werner Pluta)
  • Das Kernstück der Z3: das Rechenwerk... (Foto: Werner Pluta)
  • ... mit dem Taktgeber (links) (Foto: Werner Pluta)
  • Blick in einen der beiden Speicherschränke (Foto: Werner Pluta)
  • Ein Register des Rechenwerks (Foto: Werner Pluta)
  • Noch nicht ganz fertig: die Konsole zum Eingeben der Zahlen und zum Anzeigen der Ergebnisse (Foto: Werner Pluta)
Blick in einen der beiden Speicherschränke (Foto: Werner Pluta)

"Das", sagt Zuse, "ist schon das einfache Prinzip eines Computers." Die Funktionsweise der Z3 entspricht also der eines heutigen Computers. Nur die Dimensionen haben sich verändert: In einem handlichen Speicherriegel mit einer Kapazität von 2 GByte stecken 16 Milliarden Relais. Die Speicherschränke kommen auf je 768 Bit - jeweils knapp 800 Relais. Auch preislich bewegt sich der Speicher in anderen Dimensionen. Ein Relais, erzählt Zuse, koste 1 Euro.

1 bis 9.999

Fehlt nur noch die Ein- und Ausgabe. Die erfolgt über ein und dasselbe Gerät, die Konsole. Das ist ein klobiger, schwarzer Kasten, der an eine altmodische Registrierkasse erinnert. Sie verfügt über eine Tastatur mit vier Ziffernreihen. Mit diesen Tasten können Zahlen bis 9.999 eingegeben werden. Die Tasten leuchten, wenn sie gedrückt werden. Hinzu kommen Tasten für acht Kommastellen sowie für Rechenoperationen - vier Grundrechenarten und die Quadratwurzel.

Das Additionswerk arbeitet im binären Zahlenmodus. Wenn die Z3 Berechnungen durchführen soll, müssen die dezimalen zunächst in binäre Zahlen umgewandelt werden. Schon das dauert eine ganze Weile. Einfacher geht es, wenn die Zahl an einem der Register direkt als binäre Zahl eingegeben wird. "Ich zeige das mal", sagt Zuse. Er aktiviert die ersten beiden Bits der Register, eine 3, im Register darunter noch einmal das erste, eine 1. Dann lässt er die Maschine rechnen. Es klappert etwa zwei, drei Sekunden lang. Dann leuchtet im unteren Register das dritte Bit auf: die 4.

 Speicherschränke statt SpeicherriegelProgrammieren mit der Stanze 
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Fraggl 18. Dez 2015

Die Ostfalia Hochschule in Suderburg besitzt eine Zuse Z2 - die zumindest vor 4 Jahren...

Somian 26. Dez 2011

Hätte er das gerät lieber mit runden Ecken ausgestattet, das ließe sich wohl besser...

zilti 17. Sep 2011

Warum auch nicht? Vielleicht Interesse an den möglichen Szenarien?

Lokster2k 14. Sep 2011

Was mal wieder zeigt, dass die Interessen Einzelner nicht wichtiger als die Interessen...

adsfg 13. Sep 2011

sig +1


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