Snippets

Musikindustrie für längere Hörproben

Eine Studie des Bundesverbands der Musikindustrie (BVMI) hat ergeben: Wenn Nutzer online 90 Sekunden eines Stücks hören können, gefällt der Titel dem jeweiligen Nutzer besser und wird eher gekauft.

Artikel veröffentlicht am ,
Vorhören und Kommentieren
Vorhören und Kommentieren (Bild: Soundcloud)

Meistens sind sie 30 Sekunden lang - die sogenannten "Snippets", mit denen bei legalen Musikangeboten ein Teil des Songs Probe gehört werden kann. Amazon Deutschland bietet beispielsweise die Titel in dieser Länge an. Das reicht jedoch meist nicht aus, etwa beim Titelstück des aktuellen Albums der schwedischen Metalband "In Flames", das in der Woche nach seinem Erscheinen die deutschen Albumcharts anführte.

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Der Song "Sounds of Playground Fading" wird bei Amazon noch mitten in seinem zweiteiligen Intro ausgeblendet. Dass sich danach eine recht schnelle und harte Nummer eröffnet, dürfen Fans der Band allenfalls ahnen. Zwar sind inzwischen viele Snippets auch bei diesem Album nicht vom Anfang des Stücks, sondern beispielsweise aus dem Refrain geschnitten. Wie ein komplexer Song funktioniert und ob er das auch für den Hörer tut, lässt sich so aber nicht beurteilen.

Das Problem ist auch der Musikindustrie bekannt, wie eine nun veröffentlichte Studie (PDF) belegt. Darin wurden 6.273 zufällig ausgewählte Personen mit einem Onlinesystem befragt, bei dem sie Stücke mit unterschiedlichen Längen ausprobieren konnten. War die Hörprobe nur 30 Sekunden lang, meinte über die Hälfte, sie sollte länger sein.

Je länger, desto lieber

Dieser Wert reduzierte sich bei 60 Sekunden langen Snippets auf 36 Prozent, und einen 90 Sekunden langen Ausschnitt bemängelten nur noch 26,3 Prozent der Befragten als zu kurz. Nicht ganz so deutlich war die Bewertung desselben Stücks an sich: Nach dem Hören von 30 Sekunden konnten sich nur 12,1 Prozent vorstellen, es zu kaufen. Bei 60 und 90 Sekunden stieg der Wert auf 14,2 und 17,6 Prozent.

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Daraus leitet der Verband der Musikindustrie ab, dass längere Hörproben nicht nur gewollt sind, sondern auch den Verkauf tatsächlich fördern können. Dr. Florian Rücke, Geschäftsführer des BVMI, schränkt jedoch ein: "Eine Verlängerung der Hörproben kann natürlich nur dann erfolgen, wenn man sich im Rahmen der Verhandlungen zwischen den Rechteinhabern diesbezüglich einig wird.". Interesse bei den Downloadanbietern gebe es aber.

Wie ein Vorhören auch ablaufen kann - und sogar die Diskussion der Nutzer anregt -, zeigt das System Soundcloud. Dort können Anwender Ausschnitte oder ganze Stücke mit einer Waveform-Darstellung kommentieren - also beispielsweise besonders gelungene Klänge oder Texte sofort herausstellen. Das machen sich auch Musiker zunutze. So hat die britische Electroband "VNV Nation" auf Soundcloud Ende August 2011 einen Zusammenschnitt mit teils sehr langen Strecken des gesamten Albums "Automatic" sowie einen ganzen Song veröffentlicht. Bemerkenswert daran ist, dass dieses Album erst am 16. September erscheinen soll, also über drei Wochen nach Veröffentlichung der Ausschnitte.

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Yeeeeeeeeha 09. Sep 2011

Naja gut, die Festplatten sind ja groß genug... Was jetzt ganz normale Releases betrifft...

Yeeeeeeeeha 09. Sep 2011

Ich hatte einige Gespräche mit Ronan Harris von VNV Nation zum Thema Netz. Anfang (ca...

Lokster2k 08. Sep 2011

Nee Nee, das Einkommen verschaffen den Künstlern die Käufer ihrer Musik und die Besucher...

Vollstrecker 08. Sep 2011

Ich werf mal rapidshare und bittorrent in den Raum.



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