Linux: Entwurf für File Hierarchy Standard 3.0 steht zur Debatte
Der File Hierarchy Standard 3.0(öffnet im neuen Fenster) der Linux-Foundation(öffnet im neuen Fenster) soll gleich zwei neue Verzeichnisse im Root-Dateisystem von Linux legitimieren. Das betrifft die Verzeichnisse /run und das seit längerem verwendete /sys . Die Integration des /run-Verzeichnisses wurde von Fedora-Entwicklern bereits Ende März 2011 als Root-Verzeichnis vorgeschlagen. Das /sys-Verzeichnis hingegen ist seit der Einführung des virtuellen Dateisystems Sysfs mit dem Linux-Kernel 2.6 vorhanden.
Im /run-Verzeichnis sollen künftig veränderbare Laufzeitdateien abgelegt werden, die früh im Bootprozess benötigt werden, etwa von Udev, Mount oder Systemd. Zuvor hatten diese Programme Dateien unter anderem in /dev abgelegt, wo sie eigentlich nicht hingehören. Einige Distributionen hatten das Ablegen der Dateien nach /var/run umgeleitet. Da das /var-Verzeichnis aber in einer anderen Partition liegen darf, wird es oft später im Dateisystem eingehängt. Die Etablierung von /run soll als frühzeitig erreichbares temporäres Verzeichnis für Laufzeitdateien den Bootprozess vereinheitlichen und zudem beschleunigen.
Das Verzeichnis /sys enthält Informationen zu eingebundenen Geräten und Treiber, auf die Userspace-Werkzeuge zugreifen können. Das entsprechende temporäre Dateisystem Sysfs(öffnet im neuen Fenster) wurde mit Linux 2.6 eingeführt. Nun soll der FHS Standard 3.0 auch dieses Verzeichnis legitimieren.
Der aktuell gültige Standard stammt noch vom 29. Januar 2004 und trägt die Versionsnummer 2.3. Das dort als optional eingestufte Verzeichnis /usr/X11R6 ist in der neuen Fassung(öffnet im neuen Fenster) nicht mehr vorhanden. Der neue Standard wird in der entsprechenden Mailingliste diskutiert(öffnet im neuen Fenster) . Etwaige Fehler im Dokument können über das Bugtracking-System(öffnet im neuen Fenster) der Linux Foundation eingereicht werden.
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