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Mobile Suche: Südkoreanische Wettbewerbsbehörde durchsucht Google-Büros

In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul haben Wettbewerbshüter Googles Büroräume durchsucht. Anlass war der Vorwurf lokaler Unternehmen, Google verhindere, dass eine andere Suchmaschine als die eigene auf Android-Smartphones vorinstalliert werde.
/ Werner Pluta
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Angeblich keine andere Suchmaschine zugelassen: Android-Smartphone in Südkorea (Bild: Chung Sung-Jun/Getty Images)
Angeblich keine andere Suchmaschine zugelassen: Android-Smartphone in Südkorea Bild: Chung Sung-Jun/Getty Images

Die südkoreanische Wettbewerbsbehörde, Korean Fair Trade Commission(öffnet im neuen Fenster) (FTC), hat die Geschäftsräume von Google in der Hauptstadt Seoul durchsucht. Die Behörde sei Vorwürfen von lokalen Suchmaschinenbetreibern nachgegangen, Google behindere den Wettbewerb bei der mobilen Suche, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) .

Die Unternehmen Daum Communication und NHN, Betreiber der Suchmaschine Naver(öffnet im neuen Fenster) , hatten im April 2011 Beschwerde gegen Google bei der FTC eingereicht. Sie werfen Google vor, den Zugang zu den Android-Smartphones zu erschweren. Auf den Geräten sei Googles eigene Suchmaschine vorinstalliert. Das Unternehmen verhindere, dass stattdessen eine lokale mobile Suchmaschine darauf vorinstalliert werde.

Google-Suche zuerst

Wenn Nutzer eine andere als die Google-Suche nutzen wollten, müssten sie in ein anderes Fenster wechseln. Nach Ansicht der südkoreanischen Unternehmens behindert es den Wettbewerb, dass die Nutzer jedes Mal, wenn sie eine Suche starten wollen, immer die Google-Suche angeboten bekommen.

Google bestätigte die Durchsuchung, wies jedoch die Vorwürfe zurück. Android sei eine offene Plattform. Netzbetreiber und Hersteller könnten selbst entscheiden, welche Dienste und Anwendungen sie auf den Geräten vorinstallierten, erklärte Google. "Wir verlangen von Netzbetreibern und Herstellern nicht, dass sie die Google-Suche oder Google-Anwendungen auf Android-Geräten einsetzen."


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