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Diginotar: Betriebssystem-Patches entfernen Root-Zertifikate

Microsoft hat Patches für sämtliche Windows-Versionen veröffentlicht, die die Root-Zertifikate von Diginotar entfernen. Etliche große Linux-Distributionen stellen entsprechende Updates bereit. Ein Patch für Mac OS X ist noch nicht verfügbar.
/ Jörg Thoma
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Betriebssystem-Hersteller haben begonnen, Diginotar-Zertifikate zu entfernen. (Bild: Golem.de)
Betriebssystem-Hersteller haben begonnen, Diginotar-Zertifikate zu entfernen. Bild: Golem.de

Die meisten Betriebssystemhersteller haben inzwischen auf die kompromittierten Root-Zertifikate des niederländischen Unternehmens Diginotar reagiert und entsprechende Updates oder Patches bereitgestellt.

Microsoft weist in dem Security Advisory 2607712(öffnet im neuen Fenster) auf fünf Root-Zertifikate von Diginotar hin, die durch entsprechend bereitgestellte Patches für Windows ab XP bis 7 in 32- und 64-Bit-Versionen entfernt werden. Patches liegen auch für alle Versionen von Windows Server 2003 und 2008 bereit. Microsoft warnt davor, dass die Zertifikate für Phishing- oder Man-in-the-Middle-Angriffe über den Internet Explorer genutzt werden könnten.

Zahlreiche Linux-Distributionen haben ebenfalls bereits seit dem Wochenende reagiert und entsprechende Updates für Mozilla- und weitere Anwendungen in ihren Repositories bereitgestellt, darunter CentOS, Debian, Mandriva, Opensuse und Suse Enterprise Linux. Für Ubuntu und Red Hat sind bereits seit Freitag ebenfalls Updates verfügbar.

Für Mac OS X und iOS steht noch kein offizielles Update zur Verfügung. Nutzer können(öffnet im neuen Fenster) die Zertifikate von Diginotar allerdings entweder löschen oder als "nicht vertrauenswürdig" einstufen.

Gestern wurde bekannt , dass die Angreifer auf die CA-Server von Diginotar insgesamt 531 gefälschte Zertifikate ausgestellt haben, darunter die von Skype und Wordpress, Facebook, Microsoft, Mozilla, Yahoo und dem Tor-Projekt.

Diginotar hatte dazu einen von Fox-IT erstellten Bericht zu dem Einbruch veröffentlicht. Demnach liegt die Vermutung nahe, dass es den Angreifern vor allem darum ging, Nutzer im Iran auszuforschen. Zudem kommt Fox-IT zu dem Schluss, dass das Netzwerksetup von Diginotar nicht sicher genug war, um solche Angriffe abzuwehren.


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