Abo
  • Services:

iRobot in Fukushima

"Wir waren besser vorbereitet"

Nach dem Erdbeben vor Japan im März 2011 und dem anschließenden Tsunami hat iRobot sofort reagiert und vier Roboter nach Japan geschickt. IRobot-Chef Colin Angle berichtet, wie es dazu kam, dass US-Roboter im technikbegeisterten Japan eingesetzt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Packbot: keine Killermaschinen
Packbot: keine Killermaschinen (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

"Wir bekamen eine Anfrage von unserem japanischen Vertriebsunternehmen", erzählt Colin Angle, Chef und Gründer von iRobot, im Gespräch mit Golem.de. Genau das Richtige für die Packbots und Warriors aus dem US-Bundesstaat Massachusetts. Die sind schließlich für schwierige Einsätze spezialisiert - wenn auch nicht unbedingt in verstrahltem Terrain. Normalerweise werden sie für das Entschärfen von Bomben oder Durchsuchen von Trümmern konzipiert. Trotzdem wurde nicht lange überlegt: "Zwei Tage nach der Anfrage waren die Roboter im Flugzeug nach Japan."

Erst die Packbots, dann die Warriors

Inhalt:
  1. iRobot in Fukushima: "Wir waren besser vorbereitet"
  2. Bisher keine Strahlenschäden

Die Packbots seien als erste in die in die Reaktorgebäude vorgedrungen. Sie waren mit Kameras, Geigerzählern sowie weiteren Strahlenmessgeräten ausgestattet, um einen ersten Eindruck von der Situation vor Ort zu liefern. Erst danach kamen die größeren, rund 160 Kilogramm schweren Warriors. Sie transportieren Schutt ab oder bringen riesige Staubsauger in die Gebäude, mit denen radioaktiver Staub entfernt wird.

Die Warriors seien noch recht neu, erzählt Angle. "Das ist einer ihrer ersten Einsätze." Gelegenheit für iRobot, zu lernen. So habe sich gezeigt, dass die Ketten auf den Metallstufen ein wenig rutschten und dass etwas mehr Traktion auf solch einem Untergrund von Vorteil wäre. Außerdem hätten sie eine Idee bekommen, welche weiteren Aufbauten der Roboter bekommen könnte, etwa Lampen.

Keine Zeit für Umbauten

Die Roboter seien nicht eigens für den Einsatz in den Reaktorgebäuden präpariert worden. Dafür habe die Zeit gefehlt, erzählt Angle. Die Roboter hätten schnell eingesetzt werden müssen. Die Alternative wäre gewesen, dass Menschen sich in die verstrahlten Gebäude wagen müssen. "Statt zu riskieren, dass Menschen der Strahlung ausgesetzt werden, haben wir beschlossen, sofort hinzuschicken, was wir hatten, und zu hoffen, dass es das aushält. Das war zum Glück der Fall.", sagt Angle.

Bisher keine Strahlenschäden 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Far Cry 5, Skyrim Special Edition, Tekken 7, The Witcher 3, Ghost Recon Wildlands...
  2. (u. a. Conjuring 2, Hacksaw Ridge, Snowden, The Accountant)

elgooG 08. Sep 2011

Tut mir leid, ich wollte deine Zuckerwattewelt nicht stören. Solltest du aber zurück in...

Hotohori 08. Sep 2011

Mit anders meinte ich ja nicht, dass es genau das Gegenteil wäre. ^^ Stimme dir zu, nur...

Hotohori 07. Sep 2011

Bei dem Namen ist das ja auch nicht sehr weit hergeholt. ^^

DER GORF 07. Sep 2011

Hab zuhause so ne Betaversion, hat noch ein paar Bugs, ist aber ansonsten ein echter...


Folgen Sie uns
       


Biegbare OLEDs von Royole (Ifa 2018)

Die biegbaren Displays von Royole bieten auch an der Bruchkante ein sehr gutes Bild. Wann ein Endverbraucherprodukt mit einem derartigen flexiblen Bildschirm auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt.

Biegbare OLEDs von Royole (Ifa 2018) Video aufrufen
Sky Ticket mit TV Stick im Test: Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser
Sky Ticket mit TV Stick im Test
Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser

Gute Inhalte, aber grauenhafte Bedienung: So war Sky Ticket bisher. Die neue Version macht vieles besser, und mit dem Sky Ticket Stick lässt sich der Pay-TV-Sender kostengünstig auf den Fernseher bringen. Besser geht es aber immer noch.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Comcast Bezahlsender Sky für 38,8 Milliarden US-Dollar verkauft
  2. Videostreaming Wiederholte Sky-Ausfälle verärgern Kunden
  3. Sky Ticket TV Stick Sky verteilt Streamingstick de facto kostenlos

Oldtimer-Rakete: Ein Satellit noch - dann ist Schluss
Oldtimer-Rakete
Ein Satellit noch - dann ist Schluss

Ursprünglich sollte sie Atombomben auf Moskau schießen, dann kam sie in die Raumfahrt. Die Delta-II-Rakete hat am Samstag ihren letzten Flug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Stratolaunch Riesenflugzeug bekommt eigene Raketen
  2. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
  3. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden

Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

    •  /