AOL-Blog: "Mit Techcrunch könnte es vorbei sein"
Vor einem Jahr übernahm AOL Techcrunch und versprach, die Redaktion weitermachen zu lassen. Doch nun steht Techcrunch vor einer Zäsur. Mit seinem Plan, einen Risikokapitalfonds zu gründen, um in Unternehmen zu investieren, über die Techcrunch schreibt, hat sich Michael Arrington bei AOL ins Abseits befördert – obwohl AOL dem Vernehmen nach der größte Investor des Fonds ist und AOL-Chef Tim Armstrong in Arringtons Plänen kein Problem sieht(öffnet im neuen Fenster) .
Arringtons direkte Vorgesetzte, Arianna Huffington, die in die Pläne angeblich nicht eingeweiht wurde, sieht dies offenbar anders und verkündete(öffnet im neuen Fenster) : "Michael ist zurückgetreten und wird nicht mehr als Autor bezahlt" .
Das Herz von Techcrunch
Nun meldet sich auch Techcrunch-Autor MG Siegler zu Wort, und das direkt auf Techcrunch. Er wendet sich an die Leser des Blogs: "Schon morgen könnte Mike aus dem von ihm gegründeten Unternehmen geworfen werden. Oder auch nicht. Das weiß keiner so genau." Er befürchtet, AOL werde nun sein Versprechen brechen und Techcrunch umbauen.
Arrington, der sich nicht scheute, AOL-Kollegen direkt und öffentlich anzugreifen und auch AOL-Interna veröffentlichte, sei das Herz von Techcrunch. Er diktiere nicht, was zu schreiben sei, so funktioniere Techcrunch nicht, sagte Siegler. Aber er verkörpere den Geist von Techcrunch und habe ein erstklassiges Team zusammengestellt.
Techcrunch könne zwar auch ohne Arrington weitermachen, das Blog werde dann aber nicht mehr dasselbe sein. Und für Siegler steht fest: Sollte AOL sein Versprechen brechen, werde auch er Techcrunch verlassen.
Dabei ist Techcrunch nicht das erste große Blog von AOL, bei dem namhafte Abgänge drohen, bei Engadget haben sich bereits einige der dienstältesten Redakteure verabschiedet. Die Herangehensweise von Blogs wie Engadget und auch Techcrunch passt augenscheinlich nicht in die von AOL-Chef Tim Armstrong ausgegebene Strategie, Inhalte wie am Fließband zu produzieren.
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