1&1 und Congstar: Berlinweites Open-Access-Glasfasernetz geplant
Vier Unternehmen haben im Berliner Bezirk Neukölln ein Pilotprogramm für den Aufbau eines stadtweiten Open-Access-Glasfasernetzwerkes begonnen. Die Partner sind Netcom, die Netzwerksparte des Energieversorgers Vattenfall Europe(öffnet im neuen Fenster) , der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson, der Netzwerkbetreiber QSC und das Wohnungsbauunternehmen Degewo. Als Vermarkter zum Endkunden stehen laut Unternehmenskreisen 1&1 und die Telekom-Tochtergesellschaft Congstar bereits fest.
"Das Breitbandnetz in der Gropiusstadt ist der erste Schritt eines auch von der Senatsverwaltung für Wirtschaft geforderten berlinweiten Ausbaus eines glasfaserbasierten Breitbandnetzes. Im Hinblick auf den weiteren Glasfaserausbau in Deutschland soll das Projekt wichtige Aufschlüsse darüber liefern, inwieweit der Open-Access-Ansatz die Nutzung von Glasfaserstruktur beschleunigt" , teilten die Partner mit.
Vattenfall-Europe-Sprecher Hannes Stefan Hönemann sagte Golem.de: "Der stadtweite Ausbau ist der Anspruch der Berliner Senatsverwaltung." Hintergrund sei eine Benchmark-Studie, nach der der Glasfaserausbau in Berlin hinter anderen Großstädten zurückliegen würde. Hönemann: "Der Wirtschaftssenator will da ran. Das hat Vattenfall aufgegriffen, weil es auch in unserem Interesse ist."
In der Gropiusstadt im Südosten Berlins entsteht bis Sommer 2012 das offene Glasfasernetzwerk. In den nächsten Monaten werden über 4.000 Wohnungen mit Fibre-To-The-Home ausgestattet. Die Mieter können zwischen mehreren Diensteanbietern wählen. Das Projekt ist zunächst auf vier Jahre angelegt. Die Kosten belaufen sich auf rund vier Millionen Euro.
Ericsson-Deutschlandchef Stefan Koetz führte aus: "Der Glasfaserausbau in Deutschland steht erst am Anfang. Das macht neuartige Partnerschaften und Geschäftsmodelle für Open Access erforderlich." Ericsson wird als Generalunternehmer die Technik liefern und installieren und das Netz auch für Vattenfall betreiben.
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