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Binärschnittstelle: Neue 32-Bit-ABI für Linux

Mit einer neuen Binärschnittstelle für Linux sollen 32-Bit-Anwendungen in einem 64-Bit-System schneller laufen als bisher. Die Entwickler sprechen von einem Geschwindigkeitszuwachs von bis zu 30 Prozent.
/ Sebastian Grüner
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Mit der x32-ABI sollen 32-Bit-Anwendungen in 64-Bit-Systemen schneller laufen. (Bild: x32-ABI)
Mit der x32-ABI sollen 32-Bit-Anwendungen in 64-Bit-Systemen schneller laufen. Bild: x32-ABI

Eine Gruppe von Entwicklern arbeitet an einem neuen 32-Bit-ABI für Linux(öffnet im neuen Fenster) , darunter sind auch die Kernel-Hacker H.J. Lu und H. Peter Anvin. Dank der neuen Binärschnittstelle sollen 32-Bit-Anwendungen auf einem 64-Bit-System wesentlich schneller laufen als mit den derzeitigen ABIs. Das zeigen erste Benchmarks der Entwickler, die einen Geschwindigkeitszuwachs um bis zu 30 Prozent ausweisen.

Mit dem x32-ABI sollen 32-Bit-Anwendungen auf den größeren Register eines 64-Bit-Prozessors zugreifen können. Anders als bei den bisher genutzten ABIs ist der Zeiger allerdings nur 32 Bit lang. Ebenso können mit dem ABI auch nur 4-GByte-Speicher adressiert werden.

Um Anwendungen mit dem ABI zu testen, müssen diese speziell dafür kompiliert werden. Die entsprechenden Erweiterungen an der GNU Compiler Collection, dem GNU Debugger, den Binutils und der Glibc haben die Entwickler bereits vorgenommen. Als Linker kann derzeit jedoch nur der GNU-Linker statt dem neuerem Gold genutzt werden. Einen gepatchten Linux-Kernel 3.0 stellen die Entwickler ebenfalls zur Verfügung.

Ebenso stellen die Entwickler eine kurze Anleitung bereit, wie das ABI in Fedora 15 genutzt oder getestet werden kann.


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