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Prozessoren: Neue Intel-CPUs für High-End-Notebooks und Billigdesktops

Intel hat ohne weitere Ankündigung 16 neue Prozessoren in seine Preisliste aufgenommen. Darunter finden sich einige Celerons und Pentiums, aber mit dem Core i7-2960X auch die bisher schnellste Notebook-CPU.
/ Nico Ernst
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Die aktuelle Intel-Preisliste ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) weist einige neue Einträge auf. Der Chiphersteller hat seine Produktpalette dabei am oberen und unteren Ende des Preisspektrums der jeweiligen Modellreihe erweitert. Die auffälligste Neuerung ist der Core i7-2960XM für Notebooks.

Diese Sandy-Bridge-CPU arbeitet mit einem Basistakt von 2,7 GHz und bei Belastung mit nur einem Thread per Turbo-Boost mit bis zu 3,7 GHz. Der 2960XM löst dabei den 2920XM mit 2,5 bis 3,5 GHz als bisher schnellste Notebook-CPU von Intel ab. In der aktuellen Fassung der Preisliste steckt bei dem älteren Prozessor ein Fehler, er ist dort mit dem Basistakt von 2,7 GHz angegeben.

Core i7-2960XM für Gaming-Notebooks

Wie der Vorgänger weist auch der Core i7-2960XM eine TDP von 55 Watt auf, er ist damit nur für etwas dickere und durch das Kühlsystem schwerere Notebooks geeignet. Die Preise der mobilen High-End-CPUs hat Intel nicht angepasst, alle XM-Modelle kosten weiterhin über 1.000 US-Dollar für PC-Hersteller und Wiederverkäufer. Immerhin ist der 2960XM mit 1.096 US-Dollar aber auch nicht teurer als der 2920XM, für den vorerst der gleiche Preis gilt.

Für Notebooks in Standardformaten hat Intel zwei weitere Quad-Cores aufgelegt: Der Core i7-2860QM kommt auf 2,5 bis 3,6 GHz und der 2760QM auf 2,4 bis 3,5 GHz. Im Unterschied zu den XM-Prozessoren, auch Extreme Edition genannt, kann der Multiplikator bei diesen CPUs nicht frei eingestellt werden. Da Intel bei den mobilen CPUs auch das sonst Vierkernern vorbehaltene Kürzel Core i7 für Dual-Cores verwendet, gibt es einen solchen neuen als Core i7-2640M mit 2,8 bis 3,5 GHz.

Während diese Core-i-CPUs für Notebooks zwischen 346 und 568 US-Dollar kosten, hat Intel mit dem Celeron B840 für 86 US-Dollar auch einen recht günstigen Doppelkern im Angebot. Dessen Cores laufen aber nur mit 1,9 GHz, beherrschen keinen Turbo-Boost und der L3-Cache ist mit 1 MByte je Kern recht klein – der Prozessor arbeitet also deutlich langsamer als die teureren Modelle.

17 Desktop-CPUs unter 100 US-Dollar

Das gilt auch für das Gros der neuen Desktop-CPUs, die Intel nun von einem Celeron G440 (Single-Core, 1,6 GHz, 37 US-Dollar) bis zum Pentium G860 (Dual-Core, 3,0 GHz, 86 US-Dollar) anbietet. Insgesamt hat das Unternehmen nun 17 Desktopprozessoren der Serien Celeron und Pentium unter 100 US-Dollar im Angebot.

Für schnellere Desktop-PCs gibt es vier neue CPUs. Der Core i5-2320 mit 3,0 bis 3,3 GHz und vier Kernen kostet als neues Einstiegsmodell für die Quad-Cores der Reihe nur 177 US-Dollar. Zwischen 127 und 138 US-Dollar kosten die Dual-Core-Modelle Core i3-2120T (2,6 GHz), 2125 (3,3 GHz) und 2130 (3,4 GHz). Wie Versionen der Serie Core i3 für Desktops beherrschen sie keinen Turbo-Boost.

Neben den Neuvorstellungen hat Intel auch die Preise für einige besonders sparsame Desktopprozessoren (Kürzel S oder T am Ende der Modellnummer) der Serien Core i5 und i7 gesenkt. Dabei gab es jedoch nur Abschläge um einige US-Dollar oder 2 bis 6 Prozent. Noch sind nicht alle neuen Prozessoren in Intels ARK-Datenbank(öffnet im neuen Fenster) eingetragen.

Auffällig ist an Intels neuer Preisliste mit all diesen Änderungen vor allem, dass es bei den High-End-CPUs mit Sandy-Bridge-Kern keine neuen Modelle gibt. Offenbar fürchtet Intel AMDs FX-Prozessoren mit Bulldozer-Architektur so wenig, dass der Core i7-2600K mit 3,4 bis 3,8 GHz für unveränderte 317 US-Dollar hier weiterhin das Spitzenmodell darstellt. Darüber gibt es weiterhin die Serie Core i7-900 mit bis zu sechs Kernen – dann allerdings mit Preisen bis 999 US-Dollar.


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