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Cybervandalismus: DNS-Angriff auf britische Webseiten

Seit dem 4. September führt eine türkische Hackergruppe Angriffe auf DNS-Systeme von britischen Providern aus. Einige Webseiten wie The Register sind weiter nicht erreichbar.
/ Nico Ernst
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Die veränderte Startseite (Bild: Zone-H)
Die veränderte Startseite Bild: Zone-H

Zahlreiche hoch frequentierte britische Webseiten von Unternehmen wie Acer, Betfair und UPS sind seit dem vergangenen Sonntag kaum erreichbar. Auch Medien wie The Register und The Daily Telegraph waren von Angriffen betroffen, das Register(öffnet im neuen Fenster) war bis zum Erscheinen dieser Meldung kaum zu erreichen.

Die Startseiten der Angebote wurden durch einen Angriff auf die Domain Name Server von Providern umgeleitet und stellten eine Nachricht der türkischen Hackergruppe "Turkguvenligi" dar, wie das britische ZDnet berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Die Angreifer behaupteten darin unter anderem in typischer Leet-Schreibweise(öffnet im neuen Fenster) "h4ck1n9 is not a cr1m3" (dt.: Hacken ist kein Verbrechen). Die Hack-Archivare von Zone-H(öffnet im neuen Fenster) haben einige der veränderten Startseiten gespeichert.

ZDnet zufolge konnten vor allem Kunden der Provider Be Internet und Sky die betroffenen Webseiten nicht erreichen. In einem Interview des Guardian(öffnet im neuen Fenster) gibt Turkguvenligi an, dass die Gruppe die Registrare Netnames.co.uk und Ascio attackiert habe. Das erklärt auch die große Zahl der umgeleiteten Webseiten, Netnames gilt in Großbritannien als einer der größten Anbieter.

Dass das DNS-System angegriffen wurde, ergab sich laut den Hackern, weil sie keine Verwundbarkeiten im Code der Seiten selbst oder bei den Serveranbietern finden konnten. Daher seien die Domain Name Server gehackt worden. Das sei zwar recht schwierig, aber wenn es gelinge, gebe es "einen Schatz für Dich" , erklärten die Vandalen.


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