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Linux-Kernel: Linus Torvalds hostet Kernel-Sourcecode auf Github

Linus Torvalds hat den Sourcecode des aktuellen Linux-Kernels in einen eigenen Github-Account veröffentlicht. Vor wenigen Tagen hatte es einen Einbruch auf dem Hauptserver der Webseite Kernel.org gegeben.
/ Jörg Thoma
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Linus Torvalds hostet die aktuelle Entwicklerversion des Linux-Kernels selbst. (Bild: Github)
Linus Torvalds hostet die aktuelle Entwicklerversion des Linux-Kernels selbst. Bild: Github

Seit dem 3. September 2011 hat Linus Torvalds einen Account auf Github(öffnet im neuen Fenster) , einem auf Git basierenden Hostingdienst für Softwareprojekte. Dort ist neben einer Anwendung zur Auswertung von Tauchgängen auch der komplette Quellcode des aktuellen Entwicklungszweigs des Linux-Kernels 3.1-rc5 zu finden.

Vor wenigen Tagen hat es einen Einbruch in den Hauptserver der Webseite Kernel.org gegeben. Unbekannte erlangten dort Root-Rechte. Die Angreifer änderten Dateien für den SSH-Zugriff, zeichneten Nutzerbewegungen auf und änderten die Skripte zum Starten der Rechner. Allerdings veränderten sie den dort liegenden Quellcode des Linux-Kernels nicht.

Die Kernel-Entwickler nutzen seit geraumer Zeit Git als Versionierungssystem, das dazu ursprünglich von Linus Torvalds entwickelt wurde. Das heißt auch, dass jeder Kernelentwickler eine Kopie des Quellcodes auf seinem heimischen Rechner hat. Zudem werden einzelne Git-Dateien sowie der gesamte Quellcode über einen SHA1-Hashwert überprüft. Änderungen würden bei den mehrmals täglichen Abgleichungen durch Git sofort auffallen, schreiben die Kernelentwickler(öffnet im neuen Fenster) .

Dass Torvalds dort auch ein Programm zur Auswertung von Tauchgängen hostet, deutet eher auf ein persönliches Projekt hin, als auf eine offizielle Sourcecode-Quelle des Linux-Kernels. Tauchen ist Torvalds neues Hobby.

Update vom 5. September 2011, 12:00 Uhr

In der Freigabe-Mail(öffnet im neuen Fenster) für den Linux-Kernel 3.1 rc5 hat Torvalds begründet, warum er den Code auf Github veröffentlicht hat: Der Server master.kernel.org sei immer noch nicht online. Künftige Versionen des Quellcodes werden aber wieder unter kernel.org freigegeben.


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