Vodafone: "Die Zeit des Festnetzanschlusses geht zu Ende"
Vodafone(öffnet im neuen Fenster) -Chef Fritz Joussen hat den Strategiewechsel des Unternehmens heute auf der Ifa offiziell angekündigt. "Die Zeit des guten alten Festnetzanschlusses geht zu Ende. Das zunehmende Mobilitätsbedürfnis unserer Kunden und die extreme Leistungskraft von LTE haben mich bestärkt, dass wir bei Privatkunden auf die neue Mobilfunkgeneration setzen."
Vodafone hatte in den vergangenen Wochen wiederholt ein mögliches Ende der DSL-Vermarktung an Endkunden ins Gespräch gebracht. Vodafone zahle für seine DSL-Angebote jährlich 500 Millionen Euro Leitungsmiete an die Deutsche Telekom.
"Die Zukunft ist nicht allein Bandbreite, die Zukunft ist Bandbreite plus Mobilität. Wo heute noch kabelgebundene Lösungen aufwendig und kostenintensiv verlegt werden müssen, hat LTE das Potenzial zur Gigabit-Technologie und bringt alleine durch den Geschwindigkeitsvorteil beim Ausbau einen hohen gesellschaftlichen Nutzen" , sagte Joussen. Das LTE-Netz solle wie angekündigt flächendeckend ausgebaut werden. Noch im September 2011 werde Vodafone das 4G-Netz in Düsseldorf anschalten. Auch große Teile Berlins seien bereits versorgt.
Laut Uwe Reitz, dem Sprecher der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), gibt es bei Vodafone Überlegungen, sich nur noch auf LTE zu konzentrieren und "die DSL-Kunden und alles andere irgendwie loszuwerden, weil das nur stört" , wie er Golem.de sagte. "Durch die Konzentration auf LTE braucht man viel weniger Mitarbeiter und kann den Bestand senken." In Essen soll der Bereich Kundenbetreuung in Callcenter ausgelagert werden. Davon wären 400 bis 500 Mitarbeiter betroffen, so Reitz. Am Standort Eschborn habe Vodafone für 80 Beschäftigte keine Verwendung mehr.
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