Diginotar

Mehr als 200 gefälschte SSL-Zertifikate?

Rund 250 Zertifikate sperren die Entwickler von Google Browser Chrome in Reaktion auf das gefälschte SSL-Zertifikat von Diginotar. Das Ausmaß des Sicherheitsproblems könnte also deutlich größer sein als bisher angenommen.

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Diginotar bestätigt Einbruch in einen Server.
Diginotar bestätigt Einbruch in einen Server. (Bild: Diginotar)

"Bad Diginotar leaf certificates for non-Google sites" ist ein Block von SSl-Zertifikaten überschrieben, die im Chromium-Quelltext auf einer Blacklist stehen. Zugleich berichtet die Computerworld unter Berufung auf das niederländische Sicherheitsunternehmen Madison Gurka, die Angreifer auf Diginotar hätten sich über 200 gefälschte Zertifikate ausgestellt.

Um welche Websites es dabei geht, geht weder aus dem Chromium-Quellcode noch aus dem Bericht der Computerworld hervor.

Diginotar gibt an, Opfer eines Angriffs geworden zu sein und nach Entdecken des Angriffs alle gefälschten Zertifikate gelöscht zu haben. Dabei wurde mindestens eins übersehen, das für sämtliche Subdomains von Google gültig war.

Details zum Einbruch und dessen Auswirkungen bleibt Diginotar schuldig. In einer Stellungnahme gibt das Unternehmen an, dass 99,99 Prozent aller Warnungen vor ungültigen Diginotar-Zertifikaten falsch sind und rät Nutzern, das entsprechende Root-Zertifikat zu installieren.

Derweil hat der Sicherheitsexperte Mikko Hypponen von F-Secure auf einem Server von Diginotar Hinweise darauf entdeckt, dass in den Server seit 2009 mehrfach eingebrochen wurde.

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