Abo
  • Services:

Linux

Einbruch in Kernel.org

Angreifer haben Admin-Rechte für den Hauptserver der Webseite Kernel.org erlangt. Über die Seite wird unter anderem der Quellcode von Linux verteilt. Allerdings wurde wohl kein Code verändert.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Webseite Kernel.org wurde angegriffen.
Die Webseite Kernel.org wurde angegriffen. (Bild: Kernel.org)

Auf der Webseite Kernel.org wird derzeit von einem Angriff auf deren Systeme berichtet. Demnach sind Unbekannte über einen kompromittierten Nutzeraccount in den Zentralrechner "Hera" eingedrungen und haben Root-Rechte erlangt. Wie Letzteres gelang, ist bisher unbekannt. Die Angreifer änderten Dateien für den SSH-Zugriff, zeichneten Nutzerbewegungen auf und änderten die Skripte zum Starten der Rechner.

Stellenmarkt
  1. BRZ Deutschland GmbH, Nürnberg
  2. Technische Universität Berlin, Berlin

Der Angriff ist den Administratoren von Kernel.org am 28. August 2011 bekanntgeworden. Sie vermuten, dass er einige Zeit vorher stattfand. Aufgefallen ist der Einbruch wegen einer Fehlermeldung des X-Servers Xnest, der eigentlich nicht installiert war. Die Administratoren von Kernel.org raten zu Nachforschungen, sollte dieser Fehler auftreten.

Linux-Code ist nicht betroffen

Zwar wird über Kernel.org unter anderem der Quellcode des Linux-Kernels vertrieben, dennoch ist es unwahrscheinlich, dass Code verändert wurde, denn der Kernel wird mit dem verteilten Versionierungssystem Git entwickelt. Das heißt, jeder Kernelentwickler hat eine Kopie des Quellcodes auf seinem lokalen Rechner.

Dazu kommt, dass Git-Dateien über einen SHA-1-Hashwert überprüft und zusätzlich der gesamte Quellcode eines Entwicklungszweig gehasht wird. Da mehrere tausend Entwickler häufig mehrmals täglich ihre Quellen überprüfen und mit dem Kernel.org-Repository vergleichen, würde veränderter Code sofort auffallen. Da ist sich auch Kernel-Hacker Jonathan Corbet sicher: "Wenn wir sagen, der Quellcode auf Kernel.org wurde nicht kompromittiert, wissen wir es auch wirklich."

Neuinstallation und Fehlersuche

Obwohl eine Veränderung des Quellcodes sehr unwahrscheinlich ist, überprüfen die Administratoren dies zurzeit dennoch. Außerdem wird ein Backup sämtlicher Systeme angelegt, um danach eine Neuinstallation auf allen Rechnern durchzuführen. Nach den Angaben auf Kernel.org sind auch Behörden in den USA und Europa kontaktiert worden, um bei der Aufklärung des Angriffs zu helfen.

Die Berechtigungen der knapp 450 Nutzer von Kernel.org werden ebenfalls überprüft sowie deren SSH-Schlüssel ausgetauscht. Unter den Nutzern ist auch der Sicherheitsexperte und Blogger Felix von Leitner alias Fefe. Er zeigt sich in seinem Blog leicht beunruhigt über die derzeitige Lage der Computersicherheit: "Es zeigt aber natürlich trotzdem, dass nicht mal die Linux-Kernel-Leute vor sowas gefeit sind. So schlimm ist der Stand der Computer-Security. Seufz."

Allerdings vermutet Fefe, dass nun intensiv nach dem Sicherheitsloch gesucht wird, über das die Angreifer Root-Rechte erlangen konnten: "Es gibt also noch mindestens einen Exploit für local privilege escalation unter Linux unter x86-64. Gut, das wird jetzt niemanden überraschen, der sich mit der Materie auskennt, aber es ist natürlich schon beunruhigend. Auf der anderen Seite wird das jetzt vielleicht eine Audit-Hetzjagd lostreten, bei der dann der und einige andere Fehler gefunden werden."



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. und Assassins Creed Odyssey, Strange Brigade und Star Control Origins kostenlos dazu erhalten
  3. 149€ (Bestpreis!)
  4. bei Alternate vorbestellen

renegade334 10. Apr 2012

Die Putzfrau, aber die wird damit leider nichts anfangen, da er nix versteht X-D

renegade334 10. Apr 2012

guter Post. Ein einzelner Toter ist eine Tragödie; eine Million Tote sind eine...

hachre 02. Sep 2011

Hahaha, du solltest dir das Gequacke dieser Leute nicht so zu Herzen gehen lassen ;)

evilchen 01. Sep 2011

Nachher wird der Sourcecode noch in einer Bar in Kalifornien "vergessen" Wenn Microsoft...

Dragos 01. Sep 2011

hackt keiner officel ein Linux system


Folgen Sie uns
       


Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest

Die MX Vertical ist Logitechs erste vertikale Maus. Sie hat sechs Tasten und kann wahlweise über Blueooth, eine Logitech-eigene Drahtlostechnik oder Kabel verwendet werden. Die spezielle Bauform soll Schmerzen in der Hand, dem Handgelenk und den Armen verhindern. Wem es vor allem darum geht, eine vertikale Sechstastenmaus nutzen zu können, kann sich das deutlich günstigere Modell von Anker anschauen, das eine vergleichbare Bauform hat. Logitech verlangt für die MX Vertical 110 Euro, das Anker-Modell gibt es für um die 20 Euro.

Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest Video aufrufen
SpaceX: Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen
SpaceX
Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen

Ein japanischer Milliardär ist der mysteriöse erste Kunde von SpaceX, der um den Mond fliegen will. Er will eine Gruppe von Künstlern zu dem Flug einladen. Die Pläne für das Raumschiff stehen kurz vor der Fertigstellung.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Mondwettbewerb Niemand gewinnt den Google Lunar X-Prize

Segelflug: Die Höhenflieger
Segelflug
Die Höhenflieger

In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
  2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
  3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

Leistungsschutzrecht: So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen
Leistungsschutzrecht
So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen

Das europäische Leistungsschutzrecht soll die Zukunft der Presse sichern. Doch in Deutschland würde derzeit ein einziger Verlag fast zwei Drittel der Einnahmen erhalten.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Netzpolitik Willkommen im europäischen Filternet
  2. Urheberrecht Europaparlament für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
  3. Leistungsschutzrecht/Uploadfilter Wikipedia protestiert gegen Urheberrechtsreform

    •  /