Mac OS X unter Mac OS X: Parallels Desktop 7 für Mac bringt viel Neues
Das Upgrade auf den neuen Parallels Desktop 7 für den Mac(öffnet im neuen Fenster) soll sich lohnen. Die Entwickler haben ihre Virtualisierungssoftware deutlich überarbeitet. Sie bietet rund 90 neue Funktionen und soll im Vergleich zum Vorgänger Parallels Desktop 6 merklich schneller arbeiten, insbesondere bei 3D-Grafikanwendungen und Spielen. Hier soll eine Geschwindigkeitssteigerung um bis zu 45 Prozent erzielt werden können.
Dazu trägt bei, dass den virtuellen Maschinen (VM) nun bis zu 1 GByte virtueller Grafikspeicher zugewiesen werden kann, was vor allem Spielen zugutekommt. Auch beim Sound hat sich etwas getan: Neben 5.1-Kanal-Raumklang wird nun auch 7.1-Kanal-Raumklang unter Windows unterstützt.
Im Vergleich zum Vorgänger sollen auch schlafende virtuelle Maschinen bis zu 60 Prozent schneller aufwachen können. Generell soll das Starten, Stoppen und Aufwachen von Windows deutlich flotter vonstatten gehen.
Lion unter Lion
Die größte Neuerung ist jedoch nicht die Leistungssteigerung, sondern die nun mögliche Virtualisierung von Mac OS X 10.7 Lion (Server und Client) unter Mac OS X 10.7 Lion. So sollen sich etwa leicht Betriebssystem- und Softwareupdates ausprobieren lassen, bevor sie auch auf dem Host-System eingespielt werden. Technisch könnten auch andere Mac-OS-X-Versionen unterstützt werden, dazu müsste Apple aber laut Parallels auch deren Nutzungsbestimmungen entsprechend anpassen. Die Anpassung von Parallels Desktop 7 für Mac auf Lion berücksichtigt unter anderem auch dessen neuen Vollbildmodus.
Von der Anpassung auf Lion profitiert auch das virtualisierte Windows. Die Windows-Anwendungen verhalten sich nun noch mehr wie Mac-Anwendungen, sie werden im Launchpad und in Mission Control angezeigt.
Chrome OS virtualisiert
Bestehende virtuelle Maschinen aus dem Parallels Desktop 6 lassen sich einfach übernehmen und auch die Installation von Windows und verschiedenen Linux-Distributionen wie Fedora und Ubuntu ist nun einfacher als zuvor. Selbst für Chrome OS bietet Parallels mittlerweile ein vorbereitetes Image, das sich mit wenigen Mausklicks installieren lässt.
Windows lässt sich von DVD installieren oder von einem PC übertragen, per USB-Direktverbindung, Netzwerk oder externem Speicher. In den USA ist es bereits möglich, direkt aus Parallels Desktop 7 heraus einen Windows-Lizenzschlüssel zu kaufen. Das soll auch in Deutschland bald möglich sein. Über einen in Parallels integrierten Shop können zudem Anwendungen von Drittanbietern erworben werden.
Upgrades ab sofort möglich
Parallels Desktop 7 für Mac steht seit dem 1. September 2011 als Upgrade für Nutzer von Parallels Desktop 6 für Mac(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung. Der Upgradepreis beträgt 49,99 Euro und gilt auch für Besitzer des Konkurrenzprodukts VMWare Fusion. Parallels-Kunden, die Parallels Desktop 6 für Mac zwischen dem 1. August und dem 31. Oktober 2011 erwerben, können kostenlos auf Version 7 umsteigen und werden per E-Mail informiert.
Der öffentliche Verkauf von Parallels Desktop 7 für Mac per Download über store.parallels.com(öffnet im neuen Fenster) und den Handel beginnt am 6. September 2011 für 79,99 Euro. Schüler und Studenten zahlen gegen Nachweis nur 39,99 Euro. Die Parallels Desktop 7 Switch to Mac Edition kostet 99,99 Euro, sie enthält ein umfassendes Lehrvideo mit Lion-Vorstellung und ein USB-Kabel zum einfachen Übertragen eines Windows-Systems in eine virtuelle Maschine.
Parallels unterwegs und in der Firma
Für Firmen gibt es die Parallels Desktop 7 für Mac Enterprise Edition(öffnet im neuen Fenster) , die es erstmals ermöglicht, Windows-basierte Anwendungen mit einer konfigurierbaren, richtlinienkonformen Lösung auf Macs in ihre bestehenden Geschäftsprozesse zu integrieren. Damit sollen die Implementierungs- und Administrationskosten verringert werden. Für Großkunden und Firmen bietet Parallels entsprechende Volumen- und Site-Lizenzen(öffnet im neuen Fenster) an.
Parallels bietet ab dem 1. September 2011 auch eine überarbeitete Parallels Mobile App(öffnet im neuen Fenster) mit dem My Parallels Service für iPad, iPhone und iPod touch. Sie unterstützt den Parallels Desktop 7 und ermöglicht es, über das lokale Netzwerk oder das Internet aus der Ferne auf seinen Mac und die Windows-Anwendungen und -Dateien zugreifen.
Zu den neuen Windows-Features gehört die Unterstützung von Audio in Flash-Dateien und das Kopieren und Einfügen von Text zwischen Windows-Programmen auf dem Mac und dem Apple-Smartphone oder -Tablet. Die iOS-App war zuvor kostenlos, nun verlangt Parallels 3,99 Euro. Wer bereits die kostenlose Version installiert hatte, kann kostenlos auf die neue Version umsteigen. Eine Android-App ist laut Parallels bereits in Vorbereitung. Näheres dazu wurde aber auf Nachfrage nicht verraten.
Parallels zeigt den Parallels Desktop 7 und die Parallels Mobile App auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin am Kaspersky-Stand (iZone in Halle 15.1, Stand 130) sowie im Canon-Zelt auf dem Freigelände (vor den Hallen 11 und 18).
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