Abo
  • Services:

Kartellklage

Verkauf von T-Mobile USA praktisch gescheitert

Die Deutsche Telekom wird ihre US-Tochter wahrscheinlich nicht an AT&T verkaufen können. Das US-Justizministerium geht mit einer Kartellklage gegen den Milliardendeal vor.

Artikel veröffentlicht am ,
René Obermann während einer Anhörung zu AT&T und T-Mobile im Mai 2011
René Obermann während einer Anhörung zu AT&T und T-Mobile im Mai 2011 (Bild: Alex Wong/Getty Images)

Das US-Justizministerium geht mit einer Kartellklage gegen den Verkauf von T-Mobile USA an AT&T vor. Die 39-Milliarden-US-Dollar-Fusion wird damit immer unwahrscheinlicher. Die US-Regierung habe eine Klage eingereicht, weil die Übernahme wettbewerbsrechtlich bedenklich sei, gab das Ministerium bekannt.

Stellenmarkt
  1. Lachmann & Rink Ingenieurgesellschaft für Prozeßrechner- und Mikrocomputeranwendungen mbH, Freudenberg, Dortmund
  2. über PERSONALHAUS EXPERT, Bielefeld, Paderborn, Bünde, Herford, Gütersloh

AT&T hatte im März 2011 den Kauf angekündigt. Durch die Fusion würde AT&T vor Verizon zum größten Mobilfunkbetreiber in den USA aufsteigen. Ohne eine Zustimmung des US-Justizministeriums und der Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) ist der Verkauf jedoch nicht möglich. "Das Ministerium hat seine Klage eingereicht, weil wir glauben, dass die Kombination von AT&T und T-Mobile für Dutzende Millionen von Verbrauchern in den Vereinigten Staaten zu höheren Preisen, weniger Wahlmöglichkeiten und niedrigerer Qualität für ihre Mobilfunk-Services führen wird", sagte Vize-Justizminister James Cole.

Ein Telekom-Sprecher hatte noch im März 2011 betont: "Wir sind als Deutsche Telekom nach wie vor zuversichtlich, dass die Aufsichtsbehörden ihre Zustimmung geben werden. Wir planen, dass die Transaktion im ersten Halbjahr 2012 abgeschlossen sein wird." Der gemessen am Umsatz drittgrößte US-Mobilfunkbetreiber Sprint Nextel hatte im März kartellrechtliche Schritte angekündigt. Die US-Regierung müsse die Übernahme verhindern, sagte Vonya McCann, Senior Vice President für Regierungsgeschäfte bei Sprint. Laut Sprint Nextel entstünde sonst ein Duopol zweier bereits heute übermächtiger Anbieter. Vonya kündigte an, bei dem Kampf gegen die Fusion der Konkurrenten mit gleichgesinnten Firmen zusammenzuarbeiten.

Nachtrag vom 1. September 2011, 16:42 Uhr

Obermann hat sich intern "überrascht" geäußert. In einem Interview im Intranet des Konzerns sagte er, die Sorge vor höheren Preisen wegen einer Fusion sei "nicht verständlich." Es habe zudem "keine Signale" für eine solche Klage gegeben. Gleichzeitig betonte Obermann, er nehme die Klage der US-Regierung "sehr ernst". Nun wolle er "gemeinsam mit AT&T" die Behörden überzeugen. Obermann: "Wir werden mit Nachdruck unsere Position vor Gericht vertreten und gleichzeitig mit der Behörde konstruktiv verhandeln."



Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Samsung 860 Evo 500-GB-SSD 119€, externer DVD-Brenner 25€, 2-TB-HDD extern 66€)
  2. 99,99€
  3. 1.649€ mit Core i5-8600K und jetzt neu für 1.749€ mit i7-8700K

iu3h45iuh456 01. Sep 2011

Dann hätte AT&T als Köder nicht nur einen Apfel auslegen sollen sondern zumindest noch...


Folgen Sie uns
       


Dell XPS 13 (9370) - Fazit

Dells neues XPS 13 ist noch dünner als der Vorgänger. Der Nachteil: Es muss auf USB-A und einen SD-Kartenleser verzichtet werden. Auch das spiegelnde Display nervt uns im Test. Gut ist das Notebook trotzdem.

Dell XPS 13 (9370) - Fazit Video aufrufen
Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  2. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort
  3. Vive Focus HTC stellt autarkes VR-Headset vor

    •  /