Bundesinnenminister

Körperscanner erst einmal gescheitert

Ständige Fehlalarme der Körperscanner von L-3 Communications haben den Testlauf in Hamburg als Fiasko enden lassen. Doch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich gibt nicht auf.

Artikel veröffentlicht am ,
Provision-Scanner in Washington
Provision-Scanner in Washington (Bild: Jewel Samad/AFP/Getty Images)

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat den Testlauf für Körperscanner am Flughafen Hamburg offiziell für gescheitert erklärt. Derzeit würden "keine Körperscanner an Flughäfen eingesetzt", gab das Innenministerium am 31. August 2011 bekannt. Die Technologie sei noch nicht ausgereift.

Stellenmarkt
  1. Testmanager*in (w/m/d)
    Landeshauptstadt München, München
  2. Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen mit dem Schwerpunkt (Satelliten-)Fernerkundung
    Umweltbundesamt, Berlin, Leipzig, Dessau-Roßlau
Detailsuche

Fehlalarm wegen Falten in der Kleidung der Menschen habe in zu vielen Fällen Nachkontrollen erfordert, was die Sicherheitskontrollen verlängert habe. "Daher ist die jetzige Generation der Körperscanner - trotz der hohen Detektionsleistung - noch nicht für den allgemeinen Praxisbetrieb geeignet." In Hamburg liefen zwei Körperscanner vom Typ Provision ATD der US-Firma L-3 Communications seit dem 27. September 2010 im Probebetrieb. Ein Provision ATD kostet bis zu 130.000 Euro.

"Diese Technik ist ein totaler Ausfall", hatte ein hochrangiger Sicherheitsbeamter im Dezember 2010 erklärt. Die Fehlerquote lag bei 75 Prozent, so der Experte. Doch Friedrich will die Technik nicht aufgeben. "Die Bundespolizei wird die Entwicklung auf diesem Gebiet weiter eng begleiten, so dass wir hoffentlich bald Geräte zur Verfügung haben, die sowohl unseren hohen Sicherheitsansprüchen genügen als auch dem Passagieraufkommen Rechnung tragen", betonte er.

"Mit den beim Test von ungeeigneter Technik verbratenen Millionen hätte man auch für mehr gut qualifiziertes und bezahltes Sicherheitspersonal sorgen können", kommentierte Jan Korte vom Fraktionsvorstand der Linken. Der gescheiterte Körperscannertest habe nichts zur Luftsicherheit beigetragen. Durch die einseitige Fixierung der Bundesregierung auf Körperscanner seien andere Möglichkeiten zur Erhöhung der Sicherheit im Luftverkehr überhaupt nicht in Betracht gezogen worden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


SoniX 01. Sep 2011

Mal ganz offtopic einfach Interesse halber: Wie ist das mit den Laserpointern und den...

Charles Marlow 01. Sep 2011

Markier' dit janze mal lieba als Glosse, wa. Sonst meinen am Ende noch welche, da hätte...

Charles Marlow 01. Sep 2011

Äpfel und Birnen in einen Topf zu schmeissen ist höchstens dann sinnvoll, wenn man einen...

Dadie 31. Aug 2011

Frage mich eher ob das Sklaven-Personal am Flughafen dafür eine Krebs-Zulage bekommen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Für 44 Milliarden US-Dollar
Musk will Twitter nun doch übernehmen

Tesla-Chef Elon Musk ist nun doch bereit, Twitter für den ursprünglich vereinbarten Preis zu kaufen. Offenbar will er einen Prozess vermeiden.

Für 44 Milliarden US-Dollar: Musk will Twitter nun doch übernehmen
Artikel
  1. iOS 16.1: Apple rahmt die Dynamic Island ein
    iOS 16.1
    Apple rahmt die Dynamic Island ein

    Die Dynamic Island beim iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max wird bei dunklen Bildschirmhintergründen übersehen, weshalb Apple nun das Interface ändert.

  2. Die große Umfrage: Das sind Deutschlands beste IT-Arbeitgeber 2023
    Die große Umfrage
    Das sind Deutschlands beste IT-Arbeitgeber 2023

    Golem.de und Statista haben 23.000 Fachkräfte nach ihrer Arbeit gefragt. Das Ergebnis ist eine Liste der 175 besten Unternehmen für IT-Profis.

  3. Monitoring von Container-Landschaften: Prometheus ist nicht alles
    Monitoring von Container-Landschaften
    Prometheus ist nicht alles

    Betreuer von Kubernetes und Co., die sich nicht ausreichend mit der Thematik beschäftigen, nehmen beim metrikbasierte Monitoring unwissentlich einige Nachteile in Kauf. Eventuell ist es notwendig, den üblichen Tool-Stack zu ergänzen.
    Von Valentin Höbel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 3 Spiele für 49€ • Saturn Gutscheinheft • Günstig wie nie: LG OLED 48" 799€, Xbox Elite Controller 2 114,99€, AOC 28" 4K UHD 144 Hz 600,89€, Corsair RGB Midi-Tower 269,90€, Sandisk microSDXC 512GB 39€ • Bis zu 15% im eBay Restore • MindStar (PowerColor RX 6700 XT 489€) [Werbung]
    •  /