Larry Page: Schwieriger Start für den neuen Google-Chef
Google-Mitbegründer Larry Page hat in seinen ersten Monaten als Konzernchef mehrere Rückschläge einstecken müssen. Im April 2011 übernahm er die Unternehmensführung von Eric Schmidt mit dem Versprechen, die Managemententscheidungen in dem Internetkonzern zu beschleunigen und die internen Strukturen zu vereinfachen. Google sei "nur bei einem Prozent dessen, was möglich ist" , sagte Page bei der Vorstellung der Quartalsergebnisse des Unternehmens im Juli 2011 .
Doch dann folgte eine Reihe von Rückschlägen: Page wurde im Zusammenhang mit illegaler Medikamentenwerbung bei Google von kanadischen Unternehmen in den USA verdächtigt, von den Machenschaften gewusst zu haben, wie das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Ermittler berichtet. Er habe nichts unternommen, um dies zu verhindern.
Außerdem scheiterten die Verhandlungen mit der Musikindustrie für den Verkauf von Songs und Alben in Googles neuem Musikservice, so die Zeitung weiter.
Ende Juni 2011 erlebte Google auch bei den Verhandlungen um den Kauf der Nortel-Patente eine Niederlage. Nortels Patentpaket wurde Ende Juni 2011 für 4,5 Milliarden US-Dollar an ein von Apple angeführtes Konsortium verkauft . Zu der Käufergruppe gehörten auch Microsoft, Sony, Research In Motion (RIM), Ericsson und EMC. Google kaufte schließlich Motorola für 12,5 Milliarden US-Dollar, um an dessen Patentpool zu kommen.
Der Aktienkurs von Google fiel seit April 2011 um 9,1 Prozent.
Doch der als introvertiert geltende Page sei beim Umgang mit Beschäftigten sichtlich lockerer geworden, berichtet das Wall Street Journal. Er habe sich an der Organisation einer Strandparty für die Mitarbeiter am Hauptsitz im kalifornischen Mountain View, einige Wochen nach dem Start von Google+, beteiligt.
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