Gamescom: Anonymous will keine Angriffe auf RTL
Im Namen von Anonymous rufen Aktivisten dazu auf, die Aufforderung zum Angriff auf den Fernsehsender RTL zu ignorieren. In einer via Twitter verbreiteten Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) und einer am Samstag veröffentlichten Videobotschaft(öffnet im neuen Fenster) distanziert sich die Gruppe von dem Aufruf.

Zu den wenigen Grundsätzen von Anonymous gehöre es, niemals Medien anzugreifen. Demzufolge würden die Angriffe auf RTL nicht unterstützt und seien auch nicht im Sinne des Kollektivs. Anonymous bekenne sich ausdrücklich nicht zu den Angriffen per Cross Site Scripting auf die Webpräsenz von RTL. "Wütende Gamer" seien dafür verantwortlich.
Nicht zum ersten Mal kritisiert Anonymous Aktionen, die im Namen der Gruppe vollzogen werden. Die Ursache liegt in der bewusst gewählten Strukturlosigkeit von Anonymous: Jeder kann im Namen von Anonymous eigene Interessen vertreten.
Anonymous hält wenig vom Sender RTL
Auch die Anonymous-Aktivisten, die die Angriffe auf RTL verurteilen, üben Kritik an RTL. Für Anonymous sei klar, dass "RTL nicht zur geistigen Entwicklung beim Fernsehen beiträgt" , erklären sie. Der Gamescom-Beitrag sei nicht der erste seiner Art, und Spieler seien auch nicht das erste Ziel einer TV-Diskriminierung.
"Deswegen sollte man eher auf die schlechte, geistig-negative und auch unsachliche Qualität von RTL hinweisen und keinesfalls einen Sender der Medien angreifen!" , so Anonymous.
RTL hatte am 19. August 2011 mit einem Beitrag in dem Magazin Explosiv eine Mehrheit der Gamescom-Besucher verunglimpft. Es seien Menschen, die dunkle Schlabberklamotten tragen und "manchmal etwas schlecht riechen" . Der Beitrag löste zum Teil sehr wütende Reaktionen aus. Eine dieser Reaktionen war die "Operation RTL", mit dem Ziel, den Sender anzugreifen.
RTL-Entschuldigung besänftigte die Gemüter nicht
Das Magazin hat sich unter anderem mit einem kurzen Videobeitrag am 25. August bei den Spielern entschuldigt(öffnet im neuen Fenster) . Die Wut hielt trotzdem an, wie die fast 3.000 Kommentare (Stand 29. August 2011, 9:40 Uhr) unter dem Video verdeutlichen.
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