Haptik: Fühlbare Knöpfe trotz Touchscreen
Die Patentschrift des US-Telekommunikationsunternehmens Verizon beschreibt einen Bildschirm, der Tasten und andere Bedienelemente je nach Bedarf einblenden kann – nicht nur als grafisches Element, sondern auch als spürbare Erhebung. So soll es möglich werden, Touchscreens auch blind zu bedienen, wie das mit Tastaturen möglich ist.
Mit dem haptischen Touchscreen soll die Oberfläche des Bildschirms an den Stellen angehoben werden, an denen die Knöpfe zu sehen beziehungsweise zu spüren sein sollen. Dazu müsste ein Bildschirm entwickelt werden, der dafür flexibel genug ist. Glasoberflächen, wie sie derzeit verwendet werden, um den eigentlichen Bildschirm zu schützen und die Sensorik zum Erfassen der Berührung enthalten, müssten durch dehnbare Materialien ersetzt werden.
Anfang 2009 hat Artificial Muscle auf der CES in Las Vegas eine Hardware vorgestellt, die noch eine andere Herangehensweise vorsieht. Künstliche Muskeln aus einem elektroaktiven Polymer bilden die Grundlage der Smarttouch-Technik. In Streifenform unter einem Display platziert, können sie dieses anheben oder in runder Form eine Masse in Bewegung setzen.
Der Touchscreen kann so eine fühlbare Rückmeldung liefern, wenn ein Knopf gedrückt oder ein Regler verschoben wird. Seitdem ist es still um das Unternehmen geworden, das auf der Messe auch einige funktionierende Prototypen zeigen konnte und anderen Herstellern Lizenzen zur Integration anbieten wollte.
Verizon hat sein US-Patent 7,952,498(öffnet im neuen Fenster) schon Ende Juni 2007 eingereicht. Patentanträge und Patente müssen nicht in konkreten Produkten münden.
- Anzeige Hier geht es zu den besten Monitoren bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



