"Fast tote Hose": Nur 40.000 Widersprüche gegen Bing Streetside
Laut Microsoft gibt es erst rund 40.000 Widersprüche gegen Bing Streetside von Mietern oder Hausbesitzern, die wollen, dass die Gebäudeaufnahmen unkenntlich gemacht werden. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel(öffnet im neuen Fenster). Google Street View verzeichnete dagegen 244.287 Widersprüche.
Der zuständige Präsident des bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht, Thomas Kranig, sagte dem Spiegel, seine Behörde habe im August einen Ansturm erwartet, tatsächlich habe es nur wenige Anfragen gegeben. Es herrsche "fast tote Hose". Offenbar hätten sich die Gemüter rund um dieses Thema beruhigt, meinte Kranig.
Microsoft erklärte das damit, dass sich jeder bereits bei Google Street View selbst ein Bild davon habe machen können, wie ein solcher Dienst funktioniere. Deshalb hätten die Menschen jetzt eine eigene "sachliche Risiko-Nutzen-Abwägung" vornehmen können.
Die bayerische Datenschutzaufsicht(öffnet im neuen Fenster) hatte sich mit Microsoft im Juni 2011 bei der Einräumung eines Vorabwiderspruchsrechts geeinigt. Gebäudeaufnahmen können damit schon vor der Veröffentlichung im Internet unkenntlich gemacht werden. Der vom IT-Branchenverband Bitkom erarbeitete Geodatendienstekodex wurde dafür geändert.
Die Landesdatenschützer von Bayern, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen hatten sich im April 2011 gegen Microsoft zusammengetan und gedroht, die Veröffentlichung der Bilder generell zu untersagen.
Microsoft erklärte dagegen, dass es im Sinne des Prinzips der Datensparsamkeit sinnvoll sei, einen Widerspruch erst nach der Veröffentlichung zuzulassen. Die Geodatenanbieter seien sonst gezwungen, eine Art Einspruchsregister mit Adresse, Namen und E-Mail-Adresse aufzubauen.
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