Eric Schmidt

Google TV kommt erst Anfang 2012 nach Europa

Google-Aufsichtsratschef Eric Schmidt hat den großen Start von Google TV in Europa verschoben. In Kürze soll es außer mit Sony und Logitech aber neue Partnerschaften geben.

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Eric Schmidt am 27. August 2011 in Edinburgh
Eric Schmidt am 27. August 2011 in Edinburgh (Bild: Reuters/David Moir)

Google TV startet in Europa Anfang 2012. Das hat Google-Aufsichtsratschef Eric Schmidt am 27. August 2011 vor Fernsehbossen in Edinburgh angekündigt. Im September 2010 hatte Schmidt den Start von Google TV noch für 2011 angesetzt. "Genau wie Smartphones eine neue Ära für das Internet eingeleitet haben, hoffen wir, dass Google TV dasselbe für das Fernsehen tun kann und Mehrwert für uns alle generiert", sagte Schmidt auf dem Mediaguardian Edinburgh International Television Festival.

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In den USA startete Google TV 2010 mit den Partnern Sony und Logitech. Logitech musste im April 2011 den Preis für seine Google-TV-Set-Top-Box Revue um 17 Prozent senken, weil das Produkt einen "langsamen Start" hatte.

Schmidt sagte, es sei falsch, dass Google das Ziel habe, alle Fernsehinhalte für jeden kostenlos verfügbar zu machen. "Wir sind Agnostiker, wenn es darum geht, ob freie oder Paid-Content-Modelle am besten sind", sagte Schmidt. "Es liegt bei den Content-Eigentümern zu entscheiden, was sie verlangen wollen, und es liegt an den Nutzern zu entscheiden, ob sie zahlen wollen."

Das Engagement des Internetkonzerns in dem Bereich sei langfristig geplant. "Wir bleiben bei Google TV engagiert und werden es weiterentwickeln", versicherte Schmidt und fügte hinzu, dass neue Unternehmen für die nächste Version als Partner gewonnen würden. Hier würde es in Kürze Ankündigungen geben.

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Mit der Übernahme von Motorola Mobility hat Google auch deren Geschäft mit Set-Top-Boxen und vielfältige Verbindungen mit Fernsehsendern gekauft. Schmidt: "Wir beabsichtigen, Motorola, das Set-Top-Box-Geschäft eingeschlossen, als völlig getrennten Geschäftsbereich zu betreiben. Das bedeutet nicht, dass es keine Kommunikation und keinen Wissensaustausch gibt", sagte er.

US-Sender gegen Google TV

US-Sender haben Google TV blockiert. Die Probleme in den USA mit den Fernsehstationen ABC, NBC und CBS bei Google TV seien noch nicht gelöst, sagte Schmidt.

Google TV soll Fernsehen und Web über eine einheitliche Oberfläche verbinden. Ein Suchfeld legt sich halbtransparent über das Fernsehbild und gewährt Zugriff auf Inhalte im Web und im Fernsehen, mit der Möglichkeit, diese auch direkt aufzuzeichnen. Entsprechende Geräte werden an den Fernseher angeschlossen oder direkt integriert. Auch Blu-ray-Player mit Google TV sind geplant.

Gezeigt wurde Google TV im Mai 2010 auf der I/O-Konferenz in einer Vorabversion. Die Google-TV-Geräte werden WLAN unterstützen, über eine HDMI-Schnittstelle verfügen und in den damals angekündigten Geräten einen Atom CE4100 von Intel als Prozessor verwenden. Bei der Vorführung kam Android 2.1 zum Einsatz.

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