Qfly

Drohne inspiziert Solarkraftwerk

Das DLR testet, ob sich Drohnen für den Einsatz in Solarthermiekraftwerken eignen. Die Drohne wird mit einer Kamera ausgestattet und soll die Spiegel kontrollieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Heiße Sache: Drohne prüft Parabolspiegel
Heiße Sache: Drohne prüft Parabolspiegel (Bild: Microdrones)

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat eine Technik entwickelt, mit der die Formtreue der Spiegel eines Solarkraftwerkes vermessen werden kann. Eine Drohne überfliegt die Solarkollektoren und nimmt Bilder davon mit einer hochauflösenden Digitalkamera auf.

Stellenmarkt
  1. Qualitätsmanager (m/w/d)
    Karl Simon GmbH & Co. KG, Aichhalden
  2. Softwareentwickler (m/w/d) Java Full Stack & Cloud
    TraceTronic GmbH, Dresden
Detailsuche

Die Spiegel von Solarthermiekraftwerken sind empfindliche Einrichtungen. Nur wenn sie präzise ausgerichtet und genau der Sonne nachgeführt werden, können sie das sogenannte Wärmeträgermedium (Heat Transfer Fluid HTF) - Öl, Wasser oder Salz - ausreichend erhitzen. Deshalb kommt den optischen Konzentratoren eine Schlüsselrolle zu, um den angestrebten Gesamtwirkungsgrads eines Solarthermischen Kraftwerks zu erreichen Um die optische Genauigkeit solcher Anlagen effizient zu überprüfen, hat das DLR ein Messverfahren entwickelt, um die die Solarkollektoren aus der Luft mit Hilfe eines unbemannten Fluggeräts (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) zu vermessen.

Spanisches Solarkraftwerk

Qfly (fliegende Qualifizierung) heißt das Projekt: Dabei kommen Quadrocopter des Siegener Unternehmens Microdrones zum Einsatz. In der Erprobungsphase werden damit die Parabolrinnenkollektoren des Solar-Forschungszentrums Plataforma Solar de Almería (PSA) in Südspanien vermessen. Später soll QFly für die Qualifizierung von kommerziellen Solarthermischen Kraftwerken eingesetzt werden.

PSA ist ist Europas größtes Testzentrum für Solarthermie. Sie wurde in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts erbaut und dient seither der Erforschung unterschiedlicher Technologien. Neben zwei Solartürmen und vielen anderen Einrichtungen verfügt die PSA auch über mehrere Parabolrinnenkollektoren, an denen Qfly auf den Einsatz in kommerziellen Kraftwerken vorbereitet wird.

Drohne mit Kamera

Golem Akademie
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    26.–28. Oktober 2021, Virtuell
  2. SAMBA Datei- und Domänendienste einrichten: virtueller Drei-Tage-Workshop
    7.–9. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Eine Drohne vom Typ MD4-1000 ist Träger der Technologie. Ausgestattet mit einer Autopilotfunktion und der Kamera fliegt sie die Kollektorreihen ab und nimmt die Messbilder auf. Eine automatisierte Auswertung dieser Daten ermöglicht die Identifizierung falsch ausgerichteter und deformierter Spiegel.

MD4-1000 ist ein Quadrocopter mit vier Auslegern, an denen die Rotoren befestigt sind. Das UAV wiegt knapp 2,7 Kilogramm und kann mit einer Nutzlast von maximal 1,2 Kilogramm beladen werden. Die Flugdauer beträgt je nach Nutzlast - bei Qfly etwa 650 Gramm - etwa eine halbe Stunde.

Drohne filmt Tiere

Der japanische Fernsehsender TBS Television Japan hat kürzlich eine Drohne dieses Typs eingesetzt, um Tiere in der Serengeti zu filmen. Vorteil des UAV ist, dass es kleiner und vor allem leiser als ein Flugzeug oder ein Hubschrauber ist und deshalb die Tiere weniger stört.

Die DLR-Forscher wollen die Ergebnisse des Projekts in Kürze auf der Konferenz Solarpaces vorstellen, die vom 20. bis 23. September 2011 im südspanischen Granada stattfindet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Softwarepatent
Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten

Microsoft hat eine Klage um ein Software-Patent vor dem BGH verloren. Das Patent beschreibt Grundlagentechnik und könnte zahlreiche weitere Cloud-Anbieter betreffen.
Ein Bericht von Stefan Krempl

Softwarepatent: Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten
Artikel
  1. Krypto: Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten
    Krypto
    Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten

    Ein Gericht hat entschieden, dass Craig Wright der Familie seines Geschäftspartners keine Bitcoins schuldet - kommt jetzt der Beweis, dass er Satoshi Nakamoto ist?

  2. Fusionsgespräche: Orange und Vodafone wollten zusammengehen
    Fusionsgespräche
    Orange und Vodafone wollten zusammengehen

    Die führenden Netzbetreiber in Europa wollen immer wieder eine Fusion. Auch aus den letzten Verhandlungen wurde jedoch bisher nichts.

  3. Spielfilm: Matrix trifft Unreal Engine 5
    Spielfilm
    Matrix trifft Unreal Engine 5

    Ist der echt? Neo taucht in einem interaktiven Programm auf Basis der Unreal Engine 5 auf. Der Preload ist bereits möglich.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MM Weihnachtsgeschenkt (u. a. 3 Spiele kaufen, nur 2 bezahlen) • PS5 & Xbox Series X mit o2-Vertrag bestellbar • Apple Days bei Saturn (u. a. MacBook Air M1 949€) • Switch OLED 349,99€ • Saturn-Advent: HP Reverb G2 + Controller 499,99€ • Logitech MX Keys Mini 89,99€ [Werbung]
    •  /