• IT-Karriere:
  • Services:

'Es gibt keine perfekte Lösung'

"Es gibt keine perfekte Änderung, die jede Suchanfrage verbessert", ergänzt Matt Cutts, Googles oberster Web-Spam-Bekämpfer, die Ausführungen von Singhal. Es gebe immer einen Tradeoff und es sei Googles Ziel, mit einer Änderung möglichst viele Suchanfragen zu verbessern und möglichst wenige zu verschlechtern.

Stellenmarkt
  1. Leibniz Universität Hannover, Hannover
  2. MLF Mercator-Leasing GmbH & Co. Finanz-KG, Schweinfurt

Manchmal sind die Zahlen dabei trügerisch. Nutzer klicken beispielsweise häufig auf Spam, weil gerade diese Ergebnisse oft eine Lösung versprechen - ein Versprechen, das sie nicht halten können.

Manuelle Eingriffe

Immer wieder hat Google betont, dass in die Suchergebnisse nicht manuell eingegriffen wird. Ganz gleich, wie schlecht die Ergebnisse einer Suchanfrage sind, die Korrektur muss in Form einer Änderung des Algorithmus erfolgen, was manchmal etwas länger dauern kann.

In seltenen Fällen nehme Google aber doch manuelle Eingriffe in die Suchergebnisse vor und sperre Seiten aus dem Index, um gegen Spam vorzugehen, sagte Cutts. In solchen Fällen gebe sein Team dann auch Auskunft über die Sperrung, wenn sich Webmaster mit einem Antrag auf erneute Prüfung (Reevaluation Request) an Google wendeten. Wer hingegen durch eine algorithmische Änderung abgestraft werde, erhalte keine Antwort. Bei 200 Millionen Domains im Web sei es nicht möglich, mit jedem Webmaster direkt in Kontakt zu treten.

Stellt sich Google in den Vordergrund?

Vorwürfe, Google versuche mit den Änderungen, seinen Konkurrenten zu schaden und seinen Adsense-Partnern zu helfen, weisen Singhal und Cutts zurück. Es gebe eine strikte Trennung der Teams innerhalb von Google. Aufgabe des für die Suchqualität verantwortlichen Teams sei es, die Relevanz der Suchergebnisse zu steigern. Umsatz oder Gewinnziele gebe es für das Team nicht.

Es gehe immer darum, dem Nutzer eine relevante Antwort auf seine Suchanfrage zu liefern, sagte Singhal: "Wenn der Nutzer nun 2+2 eingibt, sollten wir dann eine Liste von Seiten anzeigen, die die Zeichenkette 2+2 enthalten, oder sollten wir sagen: 4?" Ein anderes Beispiel seien Adressen: Wenn ein Nutzer ins Suchfeld eine Adresse eingebe, erhoffe er sich in der Regel als Ergebnis eine Karte, in der die eingegebene Adresse eingezeichnet sei.

Zeige Google eine "4" als Antwort auf "2+2" an, spare der Nutzer viel Zeit, ergänzt Google-Ingenieur Ben Gomes.

Preisvergleiche sind überflüssig

Besonders deutlich wird Googles Vorgehensweise bei der Produktsuche: Singhal betont, auch dabei gehe es nur darum, die Anfragen des Nutzers besonders gut und schnell zu beantworten. Er beschreibt Googles Produktsuche als Suchmaschine, die Ergebnisse für eine spezielle Art von Suchanfragen besser aufbereitet. Es gibt Hinweise auf die Qualität des Händlers und Preise für Produkte. Jeder Händler kann Google laut Singhal seine Daten anliefern und so in die Produktsuche aufgenommen werden - ohne dass dafür Kosten entstehen.

Was Singhal damit aber auch sagt: Preisvergleichsseiten, die darauf ausgelegt sind, Traffic von Google zu monetarisieren, sind langfristig überflüssig. Ihre Funktionen werden künftig Suchmaschinen direkt übernehmen.

Googles Bemühen um mehr Transparenz hat bereits im Mai 2011 begonnen. Damals öffnete Google das Blog "Inside Search", um über Änderungen seiner Suchmaschine zu informieren. Während Google für andere Themen seit Jahren Blogs für viele andere seiner Dienste betreibt, startete das Blog zu Googles Hauptprodukt vergleichsweise spät. Allzu wichtige Interna darf man auch hier nicht erwarten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Charmeoffensive: Google versucht's mit etwas Transparenz
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. XFX Radeon RX 6800 QICK319 BLACK Gaming 16GB für 949€)

bimini 27. Aug 2011

Naja eigentlich schon aber MNT ergibt kein Wort :)

[gelöscht] 27. Aug 2011

borstel 26. Aug 2011

Du weisst immer mehr als vorher ... ist Dir das denn noch NIE aufgefallen?


Folgen Sie uns
       


Xbox Series X und S - Fazit

Im Video zum Test der Xbox Series X und S zeigt Golem.de die Hardware und das Dashboard der Konsolen von Microsoft.

Xbox Series X und S - Fazit Video aufrufen
Verschlüsselung: Auch das BKA nutzt Staatstrojaner nur ganz selten
Verschlüsselung
Auch das BKA nutzt Staatstrojaner nur ganz selten

Die neue Zitis-Behörde soll bei Staatstrojanern eine wichtige Rolle spielen. Quantennetzwerke zum eigenen Schutz lehnt die Regierung ab.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Staatstrojaner-Statistik Aus 368 werden 3
  2. Untersuchungsbericht Mehrere Fehler führten zu falscher Staatstrojaner-Statistik
  3. Staatstrojaner Ermittler hacken jährlich Hunderte Endgeräte

Videokonferenzen: Bessere Webcams, bitte!
Videokonferenzen
Bessere Webcams, bitte!

Warum sehen in Videokonferenzen immer alle schlecht aus? Die Webcam-Hersteller sind (oft) schuld.
Ein IMHO von Martin Wolf

  1. Webcam im Eigenbau Mit wenigen Handgriffen wird die Pi HQ Cam zur USB-Kamera

The Legend of Zelda: Das Vorbild für alle Action-Adventures
The Legend of Zelda
Das Vorbild für alle Action-Adventures

The Legend of Zelda von 1986 hat das Genre geprägt. Wir haben den 8-Bit-Klassiker erneut gespielt - und waren hin- und hergerissen.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper


      •  /