Mozilla

Firefox weiter alle 6 Wochen, aber mit Versionsnummer

Mozilla-Chefin Mitchell Baker hat den neuen Rapid-Release-Prozess von Firefox in einem Blogeintrag verteidigt. Derweil legt Mozilla-Sprecher Asa Dotzler den Zeitplan für Firefox 7 bis 13 vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Mitchell Baker, Chefin der Mozilla Foundation
Mitchell Baker, Chefin der Mozilla Foundation (Bild: Mozilla)

"Ich glaube nicht, dass ein Produkt, das sich mit der Geschwindigkeit einer Desktop-Software entwickelt, eine effektive Grundlage für das Internet sein kann, wo die Dinge in Echtzeit passieren", schreibt Mitchell Baker, Chefin der Mozilla-Foundation. Sie räumt ein, dass die häufige Veröffentlichung neuer Firefox-Versionen zu Problemen für Unternehmen und Entwickler führt, hält die Entscheidung für den Rapid-Release-Prozess aber für einen Schritt in die richtige Richtung.

Stellenmarkt
  1. Doktorand*in (d/m/w) Machine Learning / Causal Reinforcement Learning
    OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Regensburg
  2. Global Senior Data Manager (m/f/d) - Consumer Data
    Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld
Detailsuche

Mozillas neues Entwicklungsmodell sieht vor, alle sechs Wochen eine Version von Firefox zu veröffentlichen. Was das bedeutet, macht Mozilla-Sprecher Asa Dotzler deutlich: Seinem Zeitplan zufolge erscheint Firefox 7 am 27. September 2011, Firefox 8 am 8. November 2011, Firefox 9 am 20. Dezember 2011, Firefox 10 am 31. Januar 2012, Firefox 11 am 13. März 2012, Firefox 12 am 24. April 2012 und Firefox 13 am 5. Juni 2012.

  • Mozilla erläutert die 4 Release-Channels.
  • Mozilla erläutert seinen Rapid-Release-Zyklus.
Mozilla erläutert die 4 Release-Channels.

Neue Versionen werden in drei Stufen entwickelt, die im gleichen Rhythmus laufen, so dass eine neue Version alle sechs Wochen eine Stufe weiter rückt. Wenn also Firefox 13 am 5. Juni 2012 erscheint, wird parallel eine Beta von Firefox 14, eine sogenannte Aurora-Version von Firefox 15, veröffentlicht und neue Funktionen wandern in Firefox 16.

Unternehmen und Entwickler kommen nicht hinterher

Für Unternehmen ist diese hohe Schlagzahl ein Problem, da Mozilla keine Sicherheitsupdates mehr für ältere Firefox-Versionen veröffentlicht. Da vor allem größere Unternehmen aber eine gewisse Zeit benötigen, um neue Browserversionen auf Kompatibilität mit ihren Unternehmensapplikationen zu testen, ist damit zu rechnen, dass eine neue Firefox-Version bereits veraltet ist, wenn sie im Unternehmen verteilt wird.

Golem Akademie
  1. Terraform mit AWS: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14.–15. Dezember 2021, Virtuell
  2. Penetration Testing Fundamentals: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. Januar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Auch Entwickler von Erweiterungen tun sich schwer: Zwar bietet Mozilla mit dem neuen Addon SDK einen Weg, Erweiterungen zu entwickeln, die unabhängig von der verwendeten Firefox-Version eingesetzt werden können. Viele ältere Erweiterungen nutzen aber noch alte APIs und müssen für jede Version angepasst werden, womit viele Entwickler nicht hinterherkommen.

Und wer den schnellen Update-Rhythmus von Mozilla nicht einhält, läuft Gefahr, einen Browser mit bekannten Sicherheitslücken zu verwenden.

Mozilla hält an seinem neuen Entwicklungsmodell aber weiterhin fest, das nicht nur für Firefox gilt: Der E-Mail-Client Thunderbird erscheint im gleichen Takt.

Ein Browser muss sein wie das Internet

Vor Einführung des Rapid-Release-Prozesses habe es teilweise ein Jahr gedauert, bis fertiggestellte Neuerungen auch die Nutzer erreichten. Webentwickler mussten also lange warten, bis sie die neuen Funktionen einsetzen konnten, um bessere Applikationen zu entwickeln. Der Browser sei aber das Verbreitungsvehikel für das Internet und dieses wandle sich sehr viel schneller, so Baker. Solle der Browser die Schnittstelle zum Internet sein, müsse er dem Internet stärker angepasst werden.

Das bedeute, so Mitchell weiter, Neuerungen würden ausgeliefert, wenn sie fertig sind. Und das führe unweigerlich zu einen Rapid-Release-Prozess. Andernfalls werde der Browser zum limitierenden Faktor für das Internet.

Mozilla sei aber durchaus bewusst, dass alles auch seine Schattenseiten habe: Daher müsse man denen, die Probleme hätten, sorgfältig zuhören und praktikable Wege finden, diese Schwierigkeiten zu beseitigen. Das gelte sowohl für den Einsatz der Software in Unternehmen als auch Entwickler von Erweiterungen.

"Ich weiß, das ist keine perfekte Antwort und es ist auch kein Versprechen, dass wir es allen recht machen können. Dennoch glaube ich, der Rapid-Release-Prozess geht in die richtige Richtung".

Firefox weiter mit Versionsnummer

Was aber die Versionsnummer von Firefox anbelangt, so rudert Mozilla zurück und gibt den Plan auf, künftig auf eine Versionsnummer für Firefox zu verzichten. Das geht aus einer Nachricht von Firefox-Designer Alex Faarborg hervor. Die Angelegenheit sei Mozillas Offenheit geschuldet, denn das Thema sei zwar angesprochen, aber im Firefox-Team längst noch nicht entschieden worden. Im konkreten Fall habe es ein internes Kommunikationsproblem gegeben. Die Versionsnummer bleibe, wo sie sei. Und auch das Nummerierungsschema ändere sich nicht, erklärte Faarborg.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Neuro-Chef 22. Jul 2013

Das neue Modell ist schon ganz gut, um eine schnelle Anpassung an neue Webtechniken zu...

Lala Satalin... 22. Jul 2013

Wo ist euer Problem denn? maxVersion auf 9000 setzen und gut ist. Wenn was nicht mehr...

kumpelchen 29. Aug 2011

... ... Ich habe Chrome hier seit 3 Wochen laufen. Feierfox wird nur noch geöffnet...

monkman2112 29. Aug 2011

Seit wann? Ist doch schlimmer denn je...

Erunno 29. Aug 2011

Ich würde die Frage anders herangehen: Für wie viele der populärsten Erweiterungen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Pornhub, Youporn, Mydirtyhobby
Gericht bestätigt Zugangsverbot für Pornoportale

Die Landesmedienanstalt NRW hat zu Recht gegen drei Pornoportale mit Sitz in Zypern ein Zugangsverbot verhängt.

Pornhub, Youporn, Mydirtyhobby: Gericht bestätigt Zugangsverbot für Pornoportale
Artikel
  1. Zip: Ratenzahlung in Microsoft Edge empört die Community
    Zip
    Ratenzahlung in Microsoft Edge empört die Community

    Die App Zip wird seit Microsoft Edge 96 standardmäßig aktiviert. Diese bietet Ratenzahlung an, schürt aber nur Hass in der Community.

  2. Kompakter Einstieg in die Netzwerktechnik
     
    Kompakter Einstieg in die Netzwerktechnik

    Die Golem Akademie bietet Admins und IT-Sicherheitsbeauftragten in einem Fünf-Tage-Workshop einen umfassenden Überblick über Netzwerktechnologien und -konzepte.
    Sponsored Post von Golem Akademie

  3. Razer Zephyr im Test: Gesichtsmaske mit Stil bringt nicht viel
    Razer Zephyr im Test
    Gesichtsmaske mit Stil bringt nicht viel

    Einmal Cyberpunk mit Beleuchtung bitte: Tragen wir Razers Zephyr in der U-Bahn, fallen wir auf. Allerdings ist das Produkt nicht ausgereift.
    Ein Test von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Last Minute Angebote bei Amazon • Crucial-RAM zu Bestpreisen (u. a. 16GB Kit DDR4-3600 73,99€) • HP 27" FHD 165Hz 199,90€ • Razer Iskur X Gaming-Stuhl 239,99€ • Adventskalender bei MM/Saturn (u. a. Surface Pro 7+ 849€) • Alternate (u. a. Adata 1TB PCIe-4.0-SSD für 129,90€) [Werbung]
    •  /