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Unzureichend gesichert: Volkswagen anfällig für Angriffe

Eine Untersuchung durch ein Beratungsunternehmen hat gezeigt, dass die Computersysteme von VW nicht ausreichend gesichert sind. In den kommenden Jahren will der Autohersteller einen dreistelligen Millionenbetrag für IT-Sicherheit ausgeben.
/ Werner Pluta
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Vernetzt mit allen Produktionsstätten: Montage des Jetta Bicentennial im mexikanischen Puebla, 2010 (Bild: STR New/Reuters)
Vernetzt mit allen Produktionsstätten: Montage des Jetta Bicentennial im mexikanischen Puebla, 2010 Bild: STR New/Reuters

Die Computersysteme des Wolfsburger Autoherstellers Volkswagen (VW) sind nur unzureichend gesichert. Eine Untersuchung, die das Beratungsunternehmen Pricewaterhouse Cooper (PWC) durchgeführt hat, habe "enorme Sicherheitslücken bei VW" offenbart, berichtet die Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland(öffnet im neuen Fenster) (FTD).

VW sei nur schlecht gegen Attacken über das Internet gesichert. Es bestehe die Gefahr, dass Angreifer in diese Systeme eindringen und beispielsweise in die Produktion eingreifen, indem sie dafür sorgten, dass Teile nicht an den Fließbändern bereitstehen, oder sie könnten vertrauliche Unterlagen etwa über künftige Automodelle entwenden.

Die Ergebnisse der Untersuchung sind laut FTD schon länger bekannt. PWC habe sie Anfang des Jahres vorgestellt. Vorstand und Betriebsrat seien über die Gefahren informiert worden. VW sei "bereits dabei, diese Löcher zu stopfen" , erfuhr die Wirtschaftszeitung von Eingeweihten. In den kommenden Jahren soll ein dreistelliger Millionenbetrag in die Verbesserung der IT-Sicherheit investiert werden.

Bisher war VW noch keinen Angriffen über das Internet ausgesetzt. Ein solcher könne aber gravierende Folgen haben: Die Systeme von VW sind mit allen Produktionsstätten in 22 Ländern sowie mit allen anderen Marken des Konzerns vernetzt.


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