LCRD: Nasa baut Testsystem für optische Datenübertragung ins All

Die US-Weltraumbehörde Nasa entwickelt ein Kommunikationssystem, das eine schnelle Datenübertragung bei Missionen in den Weltraum, unter anderem zum Mars, ermöglicht. Die Daten sollen optisch übertragen werden, was höhere Datenraten ermöglichen soll.
Derzeit können Daten vom Mars zur Erde mit einer Geschwindigkeit von 6 MBit/s übertragen werden. Funke der Mars Reconnaissance Orbiter(öffnet im neuen Fenster) (MRO) ein Bild des High Resolution Imaging Science Experiments(öffnet im neuen Fenster) (HiRISE) zur Erde, wie etwa die Rinnen an den Abhängen von Marsbergen , dauere das gut anderthalb Stunden.
Zwar bietet eine optische Übertragung eine höhere Geschwindigkeit. Aber sie ist schwieriger umzusetzen. So ist dafür eine Sichtverbindung nötig. Diese soll ein Satellit in der Erdumlaufbahn aufrechterhalten. Er dient als Zwischenstation auf dem Übertragungsweg zur Erde. Dort werden sie von einer Bodenstation empfangen.
Die Nasa plant den Bau eines Testsystems, Laser Communications Relay Demonstration(öffnet im neuen Fenster) (LCRD). Anhand dieses Systems, das aus Bodenstationen, einer in Kalifornien und einer auf Hawaii, sowie einem Satelliten des Projektpartners Loral Space & Communications(öffnet im neuen Fenster) besteht, will die US-Raumfahrtbehörde die laserbasierte Datenübertragung aus dem Weltraum und in den Weltraum testen. LCRD soll Mitte des Jahrzehnts einsatzbereit sein.
Die Nasa verspricht sich viel von der neuen Technik: Mit einer optischen Datenübertragung sollen Daten 10- bis 100-mal schneller übertragen werden als per Funk. In der Kommunikation von der Erde zu Raumfahrzeugen in der Umlaufbahn sollen Übertragungsraten von mehreren hundert MBit/s bis zu einem GBit/s möglich sein. Sind die Raumfahrzeuge auf sogenannten Deep-Space-Missionen, also etwa zum Mars oder Jupiter, unterwegs, sollen Daten immer noch mit Geschwindigkeiten bis zu 100 MBit/s erzielt werden. Ein Bild des MRO könnte in etwa fünf Minuten zur Erde gesendet sein.



