Abo
  • Services:

Roboterregatta

... und Klaas und Pitt, die haben Roboter, die fahren mit!

Der Roboter war der Steuermann, der Nerd der Kapitän: Bei der Weltmeisterschaft der Segelroboter in Lübeck haben die Teams und ihre Boote gegen stürmischen Wind und die Technik angekämpft. Golem.de war dabei.

Artikel veröffentlicht am ,
Autonom auf der Wakenitz: Segelroboter der Micro-Magic-Klasse
Autonom auf der Wakenitz: Segelroboter der Micro-Magic-Klasse (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

"Hardwarefehler", ruft ein Mitglied von Team Green. "Wir bekommen keine Daten mehr vom Boot." Hektik bricht aus an diesem Freitagmorgen an der Wakenitz, einem Flüsschen in Lübeck. Auf dem Sportgelände der Lübecker Universität findet die World Robotic Sailing Championship 2011 (WRSC) statt; es ist der vorletzte Tag der Weltmeisterschaft im Robotersegeln.

Inhalt:
  1. Roboterregatta: ... und Klaas und Pitt, die haben Roboter, die fahren mit!
  2. Dreiklassengesellschaft
  3. Segeln für Roboter
  4. Navigation, Hinderniserkennung, Ausdauer
  5. Gill ärgert sein Team

Der inoffiziellen Weltmeisterschaft, präzisiert Alexander Schlaefer, Robotiker an der Universität in Lübeck und einer der Organisatoren des Wettbewerbs. Inoffiziell deshalb, weil die Veranstaltung nicht von der International Sailing Federation (ISAF), dem Weltverband der Segler, anerkannt ist. Doch immerhin sind 15 Teams aus sechs Ländern - Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Israel und den USA - in die Hansestadt gekommen. Drei Bootsklassen treten in mehreren Wettbewerben gegeneinander an. Am Ende wird ein Sieger in jeder Klasse sowie ein Gesamtsieger ermittelt.

Am Kommandostand ist inzwischen klar, dass nicht das Boot das Problem war, sondern die Datenübertragung. Die muss aber funktionieren, sonst fahren die Boote der Micro-Magic-Klasse nicht. Das sind nämlich nur etwa einen halben Meter lange Modellboote, die keinen Steuerungsrechner, sondern nur einige Sensoren an Bord haben. Die Daten werden auf einem Standardlaptop verarbeitet und dann per Bluetooth übertragen. Doch jetzt ist das Gateway ausgefallen. Es wird nicht das letzte Mal an diesem Tag sein.

Zu viel Wind

Die Bedingungen seien ohnehin nicht besonders gut heute, hadert Schlaefer. Dicke Wolken hängen über Lübeck. Immer wieder jagen Böen mit einer Geschwindigkeit von über 20 Knoten, etwa 37 km/h, über die Wakenitz. Solche Windstöße fürchten schon menschliche Segler. Den kleinen Roboterbooten setzen sie arg zu. Schwer kämpfen sie gegen die Windstöße, kippen um, richten sich wieder auf.

Inhalt:
  1. Roboterregatta: ... und Klaas und Pitt, die haben Roboter, die fahren mit!
  2. Dreiklassengesellschaft
  3. Segeln für Roboter
  4. Navigation, Hinderniserkennung, Ausdauer
  5. Gill ärgert sein Team
Stellenmarkt
  1. Kardex Produktion Deutschland GmbH, Bellheim Raum Landau
  2. McService GmbH, München

Inzwischen ist das Gate neu gestartet, die Verbindung zu den Booten steht wieder. Der Server ist sozusagen das Herzstück der ganzen Veranstaltung - ohne ihn seien die Boote orientierungslos, erklärt Schlaefer. Da es schwierig ist, auf so kleinen Booten Sensoren für die Hinderniserkennung zu implementieren, haben die Veranstalter diese wie die Datenverarbeitung aufs Land verlegt: Ein Server wurde aufgesetzt, an dem sich alle Boote anmelden.

Vorbild für das System sei das Automatische Identifikationssystem (Automatic Identification System, AIS) gewesen, das in der kommerziellen Schifffahrt genutzt wird, sagt Schlaefer. Bei AIS melden sich die Schiffe gegenseitig per Funk ihre Position. Hier funken die Roboterboote jeweils ihre aktuelle Position, die sie mit dem Satellitennavigationssystem GPS bestimmen, an den Server. Gleichzeitig erhalten sie von dort die Position des Hindernisbootes oder in einem sogenannten Fleet Race die der anderen Boote. Ohne das System sind die Boote blind. Sie können zwar noch autonom segeln, aber sie wissen nicht mehr, welchen Kurs sie zur Tonne und zur Ziellinie steuern müssen. Auch zum Ausgangspunkt finden sie nicht zurück und müssen deshalb von einem Schlauchboot geborgen werden.

Dreiklassengesellschaft 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-81%) 5,75€
  2. 9,95€
  3. 45,99€ Release 04.12.
  4. (-70%) 8,99€

ipzipzap 25. Aug 2011

Ich auch, aber die Version hier: http://www.youtube.com/watch?v=_djkSonjUTk :-)


Folgen Sie uns
       


Geforce RTX 2070 - Test

Wir haben uns zwei Geforce RTX 2070, eine von Asus und eine von MSI, angeschaut. Beide basieren auf einem TU106-Chip mit 2.304 Shader-Einheiten und einem 256-Bit-Interface mit GByte GDDR6-Speicher. Das Asus-Modell hat mehr Takt und ein höhere Power-Target sowie eine leicht bessere Ausstattung, die MSI-Karte ist mit 520 Euro statt 700 Euro aber günstiger. Beide Geforce RTX 2070 schlagen die Geforce GTX 1080 und Radeon RX Vega 64.

Geforce RTX 2070 - Test Video aufrufen
Resident Evil 2 angespielt: Neuer Horror mit altbekannten Helden
Resident Evil 2 angespielt
Neuer Horror mit altbekannten Helden

Eigentlich ein Remake - tatsächlich aber fühlt sich Resident Evil 2 an wie ein neues Spiel: Golem.de hat mit Leon und Claire gegen Zombies und andere Schrecken von Raccoon City gekämpft.
Von Peter Steinlechner

  1. Resident Evil Monster und Mafia werden neu aufgelegt

Requiem zur Cebit: Es war einmal die beste Messe
Requiem zur Cebit
Es war einmal die beste Messe

Nach 33 Jahren ist Schluss mit der Cebit und das ist mehr als schade. Wir waren dabei, als sie noch nicht nur die größte, sondern auch die beste Messe der Welt war - und haben dann erlebt, wie Trends verschlafen wurden. Ein Nachruf.
Von Nico Ernst

  1. IT-Messe Die Cebit wird eingestellt

Machine Learning: Wie Technik jede Stimme stehlen kann
Machine Learning
Wie Technik jede Stimme stehlen kann

Ein Unternehmen aus Südkorea arbeitet daran, Stimmen reproduzierbar und neu generierbar zu machen. Was für viele Branchen enorme Kosteneinsparungen bedeutet, könnte auch eine neue Dimension von Fake News werden.
Ein Bericht von Felix Lill

  1. AWS Amazon bietet seine Machine-Learning-Tutorials kostenlos an
  2. Random Forest, k-Means, Genetik Machine Learning anhand von drei Algorithmen erklärt
  3. Machine Learning Amazon verwirft sexistisches KI-Tool für Bewerber

    •  /