Segeln für Roboter

Anders als die Boote der Micro-Magic-Klasse hat dieses Boot alles an Bord, was es braucht: Die Steuerelektronik ist in einer Kajüte untergebracht. Deren Dach ist mit Solarzellen ausgelegt, die die elektrische Energie für die Bordsysteme liefert. Viel sei ohnehin nicht nötig, erzählt Stelzer. Das Boot verfügt über zwei Motoren als Antrieb für Ruder und für Schoten, um die Segel anzustellen. Als Hardware verfügt das Boot über einen PC mit einem Mini-ATX-Board, einem 800-MHz-Prozessor und 500 MByte Arbeitsspeicher. Als Betriebssystem kommt Debian Linux zum Einsatz.

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Hinzu kommen ein GPS zur Positionsbestimmung, ein Windsensor, der Informationen über Windrichtung und -geschwindigkeit liefert, sowie ein Sensor, der die Krängung des Bootes misst. Das ist schon alles, was zum Segeln gebraucht wird: Anhand der Windrichtung wird der Kurs bestimmt und mit dem Ruder gesteuert. Es gebe einige einfache Grundregeln, die in jedem Handbuch für Segelanfänger stehen, sagt Stelzer. "Damit kann man sicher keine Regatta gewinnen, aber man kommt zu jedem Ziel."

Auf Basis dieser Regeln haben die Österreicher eine Steuersoftware entwickelt. Dabei haben sie Fuzzy Logic, da diese sich gut dazu eignen, um natürlichsprachliche Regeln in ein Computerprogramm zu übertragen und unscharfe Begriffe nachzubilden. "Wir wurden anfangs belächelt, vor allem von erfahrenen Seglern. Sie sagten, das könne gar nicht gehen", erzählt Stelzer. Segeln habe viel mit Gefühl und mit Erfahrung zu tun, so das Argument. Das könne ein Computer nicht. "Aber man hat auch vor ein paar Jahren nicht geglaubt, dass ein Computer den amtierenden Schachweltmeister schlagen wird."

Länge läuft

Zwar weiß jeder Segler, dass Länge läuft - also ein langes Boot - schneller segeln kann als ein kurzes. Doch beim Segeln unterscheide sich eine Micro-Magic nur wenig von einer Microtransat, erklärt Stelzer. Die Algorithmen, die das Segeln am Computer nachbilden, seien bei kleinen und großen Booten gleich.

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Unterschiedlich seien die Anwendungen: Während die kleinen Boote zu Studienzwecken dienten, suche das Roboat in einem Projekt der Universität des US-Bundesstaates Oregon nach Walen: Das Boot segelt autonom und zieht Hydrofone hinterher, die Töne der großen Meeeressäuger auffangen. Vorteil des Seglers gegenüber einem motorisierten Unterwasserroboter sei, dass er kaum Energie benötige und keine Geräusche mache, die die Tonaufnahmen oder die Wale selbst stören könnten, sagt Stelzer. Andere mögliche Einsatzgebiete für unbemannte Boote sind die Markierung von Hindernissen oder die Kartierung von Gewässern, die zu flach für normale Boote sind.

Die verschiedenen Anwendungen spiegelten sich auch in den Rennen wider, die während der WRSC gefahren werden, erzählt Schlaefer. Zunächst mussten die Boote unter Beweis stellen, dass sie überhaupt einen vorgegebenen Kurs abfahren und eine Tonne umrunden können. Daneben standen die Kollisionsverhütung sowie das Halten einer bestimmten Position auf dem Programm.

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