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Exploit bei Full-Disclosure veröffentlicht
Exploit bei Full-Disclosure veröffentlicht (Bild: Apache)

0-Day-Exploit

"Apache Killer" friert Webserver ein

Exploit bei Full-Disclosure veröffentlicht
Exploit bei Full-Disclosure veröffentlicht (Bild: Apache)

Aktuelle Versionen des weit verbreiteten Apache-Webservers können durch Fehler in der Behandlung von Byte-Range-Requests missbraucht werden, um den gesamten Server innerhalb weniger Sekunden zum Stillstand zu bringen.

Der in Perl geschriebene Proof-of-Concept "Apache Killer" wurde bereits auf Full Disclosure veröffentlicht. Das Script baut mehrere HTTP-Verbindungen zu einem Zielsystem auf und sendet HEAD-Anfragen mit einem 1300 Intervalle umfassenden Byte-Ranges-Header:

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HEAD / HTTP/1.1
Host: ziel.host.tld
Range:bytes=0-,5-0,5-1,5-2,5-3,5-4,5-5 [...] 5-1297,5-1298,5-1299

Byte Ranges werden im Standard-HTTP 1.1 verwendet, um Teile einer Datei, zum Beispiel zum Fortsetzen eines abgebrochenen Downloads, ausliefern zu lassen. Der Apache-Webserver verbraucht beim offenbar fehlerhaften Parsen der unüblich komplexen Byte-Range-Anfragen innerhalb kurzer Zeit große Teile des Arbeitsspeichers. In unserem Test konnten verschiedene Apache-Versionen auf aktuellen Ubuntu- und Debian-basierten Webservern in wenigen Sekunden zum Stillstand gebracht werden. Die betroffenen Systeme froren vollständig ein und waren auch per SSH nicht mehr ansprechbar.

Gegenmaßnahmen

Bis das Apache-Team offizielle Patches bereitstellt und diese von den Distributionen ausgeliefert werden, gibt es kaum Möglichkeiten, einem erfolgreichen Angriff vorzubeugen. Als Workaround wird das Filtern von mehrstufigen Byte-Range-Anfragen per mod_rewrite vorgeschlagen. Beim Zulassen nur weniger Byte Ranges sollten die meisten Webanwendungen weiterhin funktionieren.

Gravierender ist die komplette Filterung des Range-Headers durch das mod_header-Modul. Bei beiden Methoden muss im Einzelfall geprüft werden, welche Auswirkungen das auf die jeweilige Webseite hat. Insbesondere das Ausliefern größerer Dateien/Medien (Progressive Download) und WebDAV kann durch die Änderungen negativ beeinflusst werden.

Eine weitere Alternative ist das Vorschalten eines Reverse-Proxy-Servers, der entsprechende Anfragen direkt bedient oder filtert.

Die Apache-Entwickler warnen mittlerweile selbst vor dem Problem, das nach ihrer Erkenntnis bereits aktiv ausgenutzt wird. Eine neue, korrigierte Version des Apache-Webservers soll innerhalb von 48 Stunden veröffentlicht werden.

Nachtrag vom 24. August 2011, 21:15 Uhr

Im Skript wird ein HEAD-Request statt eines GET-Requests verwendet. Laut Mailinglisten ist Apache aber durch beide Requests gefährdet. Für einen Angriff ist HEAD die schnellere Variante, da weniger Daten vom Server zum Client gesendet werden.


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satriani 26. Aug 2011

Nein nein... er wollte nicht das Projekt einstellen, sondern die Webseite. Weil die...

Bill Gates 25. Aug 2011

Das sieht Apache selbst aber anders: http://marc.info/?l=apache-httpd-announce&m...

Threat-Anzeiger 25. Aug 2011

wundert mich sowieso dass die Seite grade online ist, und noch keiner den Exploit dort am...

bratenesser 24. Aug 2011

OK, danke. :)


diegelernten blog / 25. Aug 2011



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