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Empörung über RTL-Bericht

"...die manchmal etwas schlecht riechen"

Er sollte wohl witzig sein, der Beitrag des RTL-Boulevard-Magazins Explosiv über die Besucher der Kölner Messe. Unter Computerspielern sorgt der Bericht allerdings für Empörung. Sie fühlen sich als stinkende Modemuffel mit Beziehungsstörungen diffamiert.

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Explosiv-Bericht über die Gamescom 2011
Explosiv-Bericht über die Gamescom 2011 (Bild: RTL)

"Die überwiegende Mehrheit aller Messebesucher trägt aber den Computerspieler-Einheitslook. Dunkle Schlabberklamotten, die manchmal etwas schlecht riechen": Mit derlei Worten hat RTL einen Beitrag seiner Magazinsendung Explosiv vom 19. August 2011 unterlegt, der momentan für Empörung bei Computerspielern sorgt. Der rund fünf Minuten lange Bericht über die Gamescom 2011 in Köln beschäftigt sich nicht mit Spielen oder Hardware, sondern ausschließlich mit den über 275.000 Besuchern der Messe.

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Die Spieler kommen tatsächlich auffällig schlecht dabei weg. So nennt Moderatorin Nazan Eckes die Besucher "echte komische Gestalten"; Eckes hatte übrigens erst Ende März 2011 durch die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises geführt und dabei noch keine Berührungsängste gegenüber der Branche offenbart.

Auch das nach Auffassung von RTL nicht vorhandene, oder zumindest nicht sehr ausgeprägte, Beziehungs- und Liebesleben der angeblich meist männlichen Messebesucher ist Ziel von Spott. So findet der Kommentator pauschal, dass es ein "Problem mit den Computernerds und den Mädchen" gebe.

Viele Spielefanseiten reagieren entrüstet auf den Bericht. So schreibt Iamgamer.de, dass RTL den Eindruck erwecke, "Gamer sind schlechter als die Otto Normalgesellschaft und gelten als Menschen zweiter Klasse". Viele Seiten rufen ihre Leser auf, sich bei Programmbeschwerde.de, dem offiziellen Bürgerportal der Landesmedienanstalten, zu beschweren.

Die Explosiv-Sendung vom 19. August 2011 ist bei RTL im Archiv zu finden, der Gamescom-Bericht beginnt ungefähr bei 12:30 Minuten.

Nachtrag vom 25. August 2011, 9:35 Uhr

Der für den RTL-Beitrag mitverantwortliche, direkt davor namentlich genannte Redakteur Tim Kickbusch hat sich auf seinem Facebook-Profil zu der Sache geäußert. Unter anderem schreibt er, dass der Bericht "offensichtlich nicht ganz ernst gemeint" gewesen sei, was man auch daran erkennen könne, dass er "mit alberner Musik unterlegt ist und albern betextet ist. Die Reaktionen der Daddler bestärken mich allerdings eher in der Vermutung, dass zuviel Computerspielen keinen förderlichen Effekt auf Sprachverständnis u.ä. hat...".

Nachtrag vom 25. August 2011, 13:35 Uhr

Explosiv-Redakteur Tim Kickbusch hat sich erneut über Facebook geäußert: "Über 100 Mails heute haben mir gezeigt, dass ich die Wirkung meines Beitrags zur Gamescom ganz falsch eingeschätzt habe. Der sollte lustig werden. Das ist mir gründlich misslungen. Ich wollte niemanden beleidigen oder verletzen. Dass das jetzt dennoch geschehen ist, tut mir sehr leid. Die anschließende Diskussion auf meiner privaten Facebook-Seite über den Beitrag und die Reaktionen darauf war hitzig. Meine Äußerungen dort waren unüberlegt. Auch dafür möchte ich mich entschuldigen."

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