Linux-Handheld: Open-Pandora-Produktion zieht nach Deutschland
Das Team des Open Pandora vermeldet, dass das Open-Source-Handheld nicht mehr für Vorbestellungen verfügbar(öffnet im neuen Fenster) ist. Als Grund dafür geben die Entwickler einerseits Probleme mit der Herstellerfirma der Leiterplatine und andererseits den Umzug der Produktion nach Deutschland an.
Hardwareausschuss verursacht Rückschläge
Die Auslieferung des Open Pandora verzögerte sich immer wieder, da die Hardwarekomponenten, insbesondere die Platine, häufig produktionsbedingte Fehler aufwiesen. Zuletzt konnten ungeduldige Vorbesteller die Pandora zu einem Aufpreis von 140 Euro für insgesamt 440 Euro binnen einer Woche erhalten. Mit dem Geld sollte das Projekt unterstützt werden.

Statt des texanischen Herstellers Curcuitco soll sich Global Components in Oberhaching(öffnet im neuen Fenster) um die Herstellung der Platine kümmern. Das vereinfacht vor allem den Zusammenbau, den Michael Mrozek alias Evildragon in Bayern vornimmt. Mit der Verlagerung der Produktion nach Deutschland sollen technisch bedingte Rückschläge überwunden werden.
Das Open Pandora ist ein Handheld, auf dem eine stark angepasste Version der Linux-Distribution Ångström mit Kernel 2.6.27 läuft. Es verfügt über einen OMAP3530 mit 600 MHz als CPU (ARM Cortex-A8) und TMS320C64x+ mit 430 MHz als DSP. Für die OpenGL-ES-2.0-kompatible 3D-Hardwarebeschleunigung sorgt der Grafikkern PowerVR SGX530 mit 110 MHz. Dazu kommen 256 MByte DDR-333-SDRAM, 512 MByte NAND-Flashspeicher für das Betriebssystem und zwei SDHC-Speicherkartenslots.
Wann das Open Pandora wieder vorbestellt werden kann ist, noch offen. Doch für Linux-Hacker und Retro-Gamer könnte sich die Wartezeit lohnen, was Golem.de in einem Test des Open Pandora bestätigte.
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