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Ultraschallhandschuh ersetzt Blindenstock

Steve Hoefer hat mit Tacit einen Blindenhandschuh entwickelt, der seine Umgebung mit Ultraschall vermisst und abhängig von der Entfernung zu den Objekten mehr oder minder stark auf den Handrücken des Trägers drückt. So soll die Distanz zu Gegenständen erfühlbar werden.

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Ultraschallsensoren im Tacit-Blindenhandschuh
Ultraschallsensoren im Tacit-Blindenhandschuh (Bild: Steve Hoefer/BY-NC-SA)

Tacit ist für Blinde gedacht, die mit dem Gerät die Umgebung erfühlen sollen, ohne etwas zu berühren. Der Tacit-Blindenhandschuh arbeitet mit zwei Ping-Sensoren von Parallax, die mit hoher Geschwindigkeit Töne im Ultraschallbereich aussenden und die Zeit bis zur Reflexion durch die Umgebung messen und dadurch präzise Abstände errechnen können.

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Laut Hersteller kann damit die Umgebung auf einer Entfernung von 2 bis 350 cm abgetastet werden. Zwei dieser Sensoren sind an der Vorderseite des Handschuhs angebracht. So erfassen sie die Umgebung, in die die Hand des Trägers zeigt.

  • Servomotoren im Tacit (Bild: Steve Hoefer/BY-NC-SA)
  • Tacit-Konstruktionsprinzip (Bild: Steve Hoefer/BY-NC-SA)
  • Elektronik im Tacit (Bild: Steve Hoefer/BY-NC-SA)
  • Tacit (Bild: Steve Hoefer/BY-NC-SA)
  • Tacit (Bild: Steve Hoefer/BY-NC-SA)
  • Tacit (Bild: Steve Hoefer/BY-NC-SA)
  • Tacit-Konstruktionsprinzip (Bild: Steve Hoefer/BY-NC-SA)
  • Tacit ohne Neoprenabdeckung (Bild: Steve Hoefer/BY-NC-SA)
  • Beim Benutzen muss Tacit herumgeschwenkt werden.  (Bild: Steve Hoefer/BY-NC-SA)
  • Auch die Nahabtastung soll mit Tacit möglich sein. (Bild: Steve Hoefer/BY-NC-SA)
  • Auch die Nahabtastung soll mit Tacit möglich sein. (Bild: Steve Hoefer/BY-NC-SA)
Tacit (Bild: Steve Hoefer/BY-NC-SA)

Im Handschuh ist zudem der Pro-Mini-Mikrocontroller der freien Prototyping-Plattform Arduino untergebracht, der die Entfernungsinformationen auswertet, die von den Ultraschallsensoren ermittelt werden. Der Pro Mini steuert damit zwei Servomotoren an, die über einen Mechanismus Druck auf den Handrücken ausüben können.

Soll ein geringer Objektabstand vermittelt werden, drücken die Sensoren fester auf die Hand. Durch Schwenkbewegungen mit dem Arm kann der Raum vor dem Benutzer abgetastet werden. Das funktioniert genauso wie bei einem Blindenstock, nur dass die Gegenstände nicht berührt werden müssen. Außerdem ist die Abtastung auch noch kurz vor der Hand möglich, was zum Beispiel die Ortung von Objekten auf einem Tisch erlaubt.

Ein 9-Volt-Block im Handschuh sorgt für die Energieversorgung des Systems. Wie lange der Handschuh damit betrieben werden kann, ist nicht bekannt.

Der Entwickler Steve Hoefer hat seine Entwicklung samt Bauteilliste und Programmcode unter der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-SA veröffentlicht. Die Bauteile kosten nach seinen Angaben rund 65 US-Dollar. Die Verwendung wiederaufladbarer Akkus und eine blindenfreundliche Wechselmöglichkeit für diese Akkus sind nach Angaben von Hoefer erste Verbesserungsmöglichkeiten, die bei einem Nachfolgegerät berücksichtigt werden sollten.



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a.schaefer85 25. Aug 2011

Einen Blindenstock kann das Gerät nicht ersetzen das ist klar. Aber hast du mal einen...

Seasdfgas 23. Aug 2011

läuft wetten dass? eigentlich noch? da sollten sie mal vorbeischauen

Onkel 22. Aug 2011

ich fänd einen digitalen Stadtplan als Zusatz viel sinnvoller: http://www.behance.net...

Raketen... 22. Aug 2011

Ich sehe da kein Problem. Die Heilung oder Linderung von Krankheiten wird immer ein Markt...

Raketen... 22. Aug 2011

Mit den Echos von Schnalzlauten kann man sich auch ganz gut im Dunkeln orientieren. PS...


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