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Leo Apotheker im März 2011
Leo Apotheker im März 2011 (Bild: Stephen Lam/Reuters)

IMHO

Apotheker beerdigt WebOS, Smartphones, PC und Notebooks

Leo Apotheker im März 2011
Leo Apotheker im März 2011 (Bild: Stephen Lam/Reuters)

"Es sind harte Entscheidungen", kommentierte HP-Chef Léo Apotheker seine Pläne zum radikalen Umbau von HP. Das Unternehmen wird künftig weder PCs noch Tablets oder Smartphones bauen. Mutlos beerdigt HP damit WebOS gleich mit.

"Der Tablet-Effekt ist real und die Verkäufe des Touchpads erfüllen nicht unsere Erwartungen", sagte Léo Apotheker und begründete damit gleich mehrere Strategieänderungen: das indirekte Aus für WebOS einschließlich HPs Ausstieg aus dem Tablet- und Smartphonegeschäft und die Ausgliederung des PC-Geschäfts und Suche nach neuen "strategischen Optionen" für diesen Geschäftsbereich. Deutlicher formuliert: HP will auch keine PCs und Notebooks mehr bauen.

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HP rüstet sich also für eine Post-PC-Ära, so wie es IBM schon vor rund zehn Jahren getan hat, als das Unternehmen seine PC-Sparte an Lenovo verkaufte. Die Art und Weise, wie Menschen Computer benutzen, habe sich geändert, macht Apotheker deutlich.

HP hat das Ende von WebOS selbst verschuldet

HP ist derzeit noch der größte Computerhersteller der Welt. In der Zeit nach dem PC sollen für HP die Themen Cloud, Lösungen und Software entscheidend sein: Smartphones und Tablets werden bei HP keine Rolle spielen, denn das Geschäft mit WebOS-Hardware stellt HP im vierten Quartal 2011 ein. Das Touchpad habe sich nicht gut verkauft, argumentierte Apotheker. Dabei muss man HP vorwerfen, dass es das Thema seit der Übernahme von Palm für 1,8 Milliarden US-Dollar im Juli 2010 sehr halbherzig angegangen ist. Allerdings war Hurd damals noch Chef von HP, erst seit November 2010 leitet Apotheker das Unternehmen.

WebOS als Plattform will HP noch nicht aufgeben, was damit aber konkret gemeint ist, bleibt vollkommen unklar. Apotheker nennt es ein elegantes System und Richard Kerris, der sich um den Kontakt zu WebOS-Entwicklern bei HP kümmert, verkündet Durchhalteparolen: "WebOS ist eine fantastische Softwareplattform und nun können wir den besten Hardwarepartner dafür suchen". Aber weshalb sollten andere Hersteller Geld und Zeit für die Entwicklung neuer Geräte auf Basis von WebOS investieren, wenn HP gerade zeigt, dass sich das nicht lohnt? Denn weiterhin ist WebOS ein Nischensystem, was die Verbreitung betrifft. Hier hat HP die Hoffnungen nicht erfüllt.

Denn HP agierte ideenlos, mutlos und unengagiert bei der Markteinführung der neuen WebOS-Produkte. Im Rückblick wird deutlich, dass HP wohl nie wollte, dass sich das Touchpad oder das Veer gut verkauften: Beide Geräte kamen zu Preisen auf den Markt, die nicht konkurrenzfähig waren. Zudem erfolgte die Markteinführung viel zu still - eine angemessene Marketingkampagne gab es nicht. Aus diesem Grund überraschen die schlechten Verkaufszahlen auch niemanden - auch wenn sich HP nun erstaunt gibt.

Die Ereignisse in dieser Woche zeigen, wie konzeptionslos HP bei der Vermarktung der WebOS-Geräte vorgegangen ist. Für das noch nicht verfügbare Pre3 tauchen plötzlich Bestellseiten auf HPs Seiten auf, ohne dass das Gerät offiziell mit eindeutigem Startdatum und Preis angekündigt wurde. Ähnliches ereignete sich beim Touchpad-Modell mit 64 GByte und 1,5-GHz-Prozessor.

Mit der Abkehr von WebOS-Geräten werden wohl die meisten früheren Palm-Mitarbeiter bald ihren Job bei HP verlieren. Jedenfalls scheint das Aus der WebOS-Gerätesparte nicht mit den betroffenen HP-Mitarbeitern abgestimmt gewesen zu sein: Einem Journalisten wurde kurz vor dieser Bekanntgabe der Strategieänderung noch voller Enthusiasmus das Touchpad gezeigt und die rund 30 anwesenden HP-Beschäftigten bezeichneten das Ende der WebOS-Geräte-Sparte als Falschmeldung. Selbst Ari Jaaksi, seines Zeichens Vice President für WebOS-Software bei HP, wurde vorab nicht über das Vorgehen von HP informiert. Der bekennende WebOS-Fan und ehemalige Meego-Chefentwickler wechselte Ende 2010 von Nokia zu HP.

Teurer Apotheker 

eye home zur Startseite
derdiedas 22. Aug 2011

20-23% (je nach Börse) des Firmenwertes hat Leo mal eben mit seiner Schwachsinnigen...

Donny87 22. Aug 2011

Dieser sogenannte Softwaremüll ist eine Subventionierung der Hersteller und kann eher...

klausbreuer 22. Aug 2011

Tja... bin ganz offiziell ein Alter Sack, fummele seit 1980 an Computern herum, und seit...

FrankTzFL1977 22. Aug 2011

anstatt sparten abzustossen die halbwegs funktionieren sollte der herr apotheker mal auf...

Anonymer Nutzer 21. Aug 2011

Zu dämlich die eigene Schreibe wiederzufinden ;) Normal erscheint hier dann ganz oben...



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