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Gemini-Scout

Roboter für den Einsatz in eingestürzten Stollen

US-Wissenschaftler haben einen Roboter konstruiert, der in eingestürzte Stollen in Bergwerken vordringen soll. Er soll in erster Linie Rettern ein Bild von der Lage vermitteln, kann aber auch Versorgungsgüter zu Verschütteten transportieren.

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Gemini-Scout: wasserdicht und funkensicher
Gemini-Scout: wasserdicht und funkensicher (Bild: Randy Montoya/Sandia Labs)

Wenn in einem Bergwerk ein Schacht einstürzt, brauchen Rettungskräfte Informationen über das Ausmaß des Schadens, und das möglichst schnell. Doch ein eingestürzter Schacht ist ein gefährlicher Ort: Er kann mit Wasser vollgelaufen sein, Rauch und Gase können die Luft verpesten, Decken und Gewölbe können instabil geworden sein. Ein typisches Einsatzszenario für einen Roboter.

Lage erkunden

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Ein Team von Wissenschaftlern der Sandia National Laboratories, einer Forschungseinrichtung des US-Energieministeriums, hat einen Roboter genau für diesen Zweck entwickelt. Der Gemini-Scout Mine Rescue Robot solle vor den Rettern zur Unfallstelle vordringen, die Situation erkunden und es so ermöglichen, dass schneller Hilfe geleistet werden könne, sagt Projektleiter Jon Salton.

Der Gemini-Scout ist etwa 1,20 Meter lang und etwa 60 Zentimeter hoch. Er bewegt sich auf vier Ketten fort und kann damit über Geröll fahren oder 30 Zentimeter hohe Hindernisse überwinden. Auch überflutete Schächte bereiten ihm kein Problem: Er kann durch knapp einen halben Meter tiefes Wasser fahren. Die Daten liefert eine Kamera, die gedreht und geschwenkt werden kann. Sie ist an einem Mast angebracht, um auch über Hindernisse hinwegschauen zu können. Hinzu kommt eine Wärmebildkamera, um Verschüttete aufzuspüren, sowie Gassensoren.

Konsolencontroller als Fernbedienung

Der Roboter operiert ferngesteuert. Damit die Bedienung einfach ist und neues Personal keine lange Einführung braucht, haben die Entwickler dafür ein verbreitetes Gerät eingesetzt: den Controller von Microsofts Spielekonsole Xbox 360. Die Kommunikation erfolgt über Funk.

Um zu verhindern, dass sich eventuell auftretende Gase wie Methan durch einen Funken entzünden, wurde die gesamte Elektronik in Gehäuse verpackt. Außerdem sind alle Teile wasserdicht.

Der Roboter kann allerdings nicht nur zur Aufklärung eingesetzt werden. Er kann auch Versorgungsgüter zu den Verschütteten bringen, etwa Arzneimittel, Sauerstoffgeräte oder Verpflegung. Er soll sogar stark genug sein, um Personen zu ziehen.

Precision Urban Hopper

Das Team um Salton hat 2009 den Precision Urban Hopper vorgestellt. Das ist ein Aufklärungsroboter, der auf vier Rädern fährt. Hindernisse wie Bordsteinkanten, Zäune oder Treppen überwindet er, indem er sich darüber hinwegkatapultiert. Mit seinem Sprungbein kann er bis zu 7 Meter hoch springen.

Die Sandia-Robotiker stellen den Gemini-Scout auf der Konferenz Unmanned Systems North America vor. Die Konferenz, die von der Association for Unmanned Vehicle Systems International (AUVSI) veranstaltet wird, findet vom 16. bis zum 19. August 2011 in der US-Hauptstadt Washington statt.



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