Quartalsbilanz: Dell erleidet Einbruch bei Endkunden
Dell leidet unter einem Nachfragerückgang bei Endkunden und Ausgabekürzungen der US-Regierung, gab Brian Gladden, der Finanzchef des Computerherstellers, bekannt. Die Entwicklung im Privatkundensegment sei "teilweise schwierig" gewesen. "Es gab hier eine Schwäche und diese hat sich zuletzt noch verstärkt", sagte Gladden. Die von der Schuldenkrise betroffene US-Regierung habe weniger Geld für Computertechnik ausgegeben.
Dells Umsatz bei PCs ging im zweiten Quartal 2011(öffnet im neuen Fenster) um 3,5 Prozent zurück. Der Umsatz mit großen Unternehmen legte um 0,8 Prozent zu. Bei kleinen und mittleren Unternehmen gab es ein Umsatzplus von 4,9 Prozent. Der Umsatz mit dem öffentlichen Sektor gab um 2,7 Prozent nach. Der Umsatz mit Speicherprodukten ging um 20 Prozent zurück. Dell hatte sich aus dem Resellergeschäft von EMC-Produkten zurückgezogen. Der Absatz von Dells eigenen Speicherprodukten legte aber um 15 Prozent zu.
Dell reduzierte seinen Umsatzausblick für das gesamte Geschäftsjahr. Der Erlös werde um 1 bis 5 Prozent steigen, kündigte das Unternehmen an. Bislang war der texanische Konzern von 5 bis 9 Prozent Wachstum ausgegangen. Die Unternehmensaktie büßte im nachbörslichen Handel 7,6 Prozent ein.
Dell steigerte in dem Berichtszeitraum den Gewinn um 63 Prozent von 545 Millionen US-Dollar auf 890 Millionen US-Dollar. Vor Sonderposten lag der Gewinn bei 54 Cent pro Aktie. Die Analysten hatten 49 Cent pro Aktie erwartet. Der Umsatz stieg nur um 0,8 Prozent auf 15,66 Milliarden US-Dollar. Die Analysten hatten 15,8 Milliarden US-Dollar erwartet.
Dell habe aber bei hochwertigeren Computern hinzugewinnen können, sagte Gladden. Das Angebot von günstigeren Produkten mit niedrigeren Gewinnmargen habe Dell reduziert. "Das ist ein Kompromiss, den wir bereit sind einzugehen", sagte Gladden. Das Kerngeschäft mit Servern habe sich dagegen weiter gesund entwickelt.
Konzernchef Michael Dell kündigte weitere Übernahmen an. Am 20. Juli 2011 kaufte Dell Force10 Networks. Das Unternehmen macht einen Umsatz von 200 Millionen US-Dollar.
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