Desktop: Für Microsoft ist Linux keine Gefahr mehr

Der auf Microsoft spezialisierte Analyst Wes Miller weist auf einige interessante Details(öffnet im neuen Fenster) in Microsofts Jahresbericht hin, denn Microsofts Darstellung der aktuellen Wettbewerbssituation und der Gefahren für Windows unterscheidet sich in einigen entscheidenden Details von der Darstellung im vergangenen Jahr.
Apple und Google als größte Konkurrenten
Hieß es im sogenannten 10-K-Dokument(öffnet im neuen Fenster) aus dem Jahr 2010 noch: "Das Betriebssystem Windows konkurriert mit verschiedenen kommerziellen Softwareprodukten von gut etablierten Unternehmen, einschließlich Apple und Google, sowie dem Betriebssystem Linux" , heißt es im aktuellen 10-K-Filing(öffnet im neuen Fenster) : "Das Betriebssystem Windows konkurriert mit verschiedenen kommerziellen Softwareprodukten von gut etablierten Unternehmen, hauptsächlich Apple und Google." Die Passage zu Linux wurde komplett gestrichen, einschließlich einer Erklärung zu Linux und dem Hinweis, dass sich Microsoft-Partner wie HP und Intel aktiv mit alternativen Linux-basierten Betriebssystemen befassen.
Nicht nur Privatkunden nutzen Tablets
Als weitere Gefahr für Windows sah Microsoft vor einem Jahr neue Geräte, die zu einer sinkenden PC-Nachfrage von Privatkunden führen könnten. Im aktuellen Bericht ist nur noch von Geräten die Rede, die für eine sinkende PC-Nachfrage sorgen könnten, das Wort "neue" wurde gestrichen. Es geht also nicht mehr nur um Privatkunden, die vom PC auf andere Geräte wie beispielsweise Tablets wechseln.
Ebenfalls gestrichen wurde ein Satz, in dem Microsoft auf die Konkurrenz für den Internet Explorer durch Produkte von Apple, Google, Mozilla und Opera eingeht. Dafür taucht Apple nun neu in der Liste der Konkurrenten für Windows Live auf, neben Google und Yahoo.
Und betonte Microsoft bislang, seine innovative Software sei ein Wettbewerbsvorteil, so fehlt auch dieser Hinweis in der aktuellen Darstellung. Dafür ergänzte Microsoft die Aufzählung der Wettbewerbsvorteile um das Wort "Sicherheit" : "Wir glauben, Windows konkurriert effektiv, indem es Nutzern Wahlfreiheit, Flexibilität, Sicherheit, ein gewohntes und einfach zu nutzendes Interface, die Kompatibilität mit einer Vielzahl an Hardware- und Softwareanwendungen und das größte Support-Netzwerk für ein Betriebssystem bietet."
Was den Geschäftsbereich Server und Tools betrifft, so führt Microsoft Linux weiterhin als Konkurrenz auf, nennt aber nur noch Red Hat explizit als Anbieter. Der Name Novell wurde gestrichen und nicht durch Suse ersetzt.



