osCommerce: BSI warnt vor Sicherheitslücken in tausenden Onlineshops

Das Bundesamt für Sicherheit(öffnet im neuen Fenster) in der Informationstechnik (BSI) warnt vor Sicherheitslücken in mehreren tausend Onlineshops, darunter auch viele deutschsprachige Einkaufsplattformen. Konkret geht es um Shops auf Basis der Open-Source-Software osCommerce.
"Die von den Angreifern für die Manipulationen ausgenutzten Sicherheitslücken wurden bereits in der vom Hersteller im November 2010 veröffentlichten Version osCommerce 2.3 geschlossen. Viele Onlineshops setzen jedoch immer noch ältere Versionen ein." Das BSI weist daher aus diesem Anlass auf den akuten Handlungsbedarf hin, auf die aktuellen Versionen 2.3.1 oder 3.0.2. zu aktualisieren.
Die Angreifer nutzen die Sicherheitslücken, um schädlichen Code auf dem Shopserver einzufügen, der auf Drive-by-Exploits verweist. Die Angreifer suchen auf dem Rechner des Nutzers automatisiert nach Schwachstellen im Browser, im Betriebssystem oder in der Anwendungssoftware, um ein Schadprogramm zu installieren. Das Problem ist bereits seit Ende Juli 2011 bekannt.
Onlinekäufer sollten zum Schutz vor Infektionen ihres Rechners mit Schadprogrammen über Drive-by-Exploits auf die regelmäßige Aktualisierung der Signaturen ihres Virenschutzprogramms achten und rasch alle verfügbaren Sicherheitsupdates für das Betriebssystem und Anwendungssoftware installieren, rät das BSI.
Sicherheitslücken in Betriebssystemen verlieren für die Angreifer zunehmend an Bedeutung. Die größte Gefahr für die Ausnutzung von Sicherheitslücken bestehe durch Drive-by-Exploits. "Typische Schadprogramme haben heute nur eine Einsatzdauer von wenigen Tagen, bevor sie durch eine neue Variante ersetzt werden, die nicht mehr von Virenschutzprogrammen entdeckt wird" , erklärte das BSI.



